Anfang des Jahres wurde der Altra Experience Wild 3+ veröffentlicht. Ob im Mittelgebirge, dem angrenzenden Stadtwald oder in den Alpen: Auf leichten bis mittelschweren Trails soll dieser vielfältige Laufschuh ein echter Allrounder sein. In der nunmehr dritten Version wurden einige Änderungen am Schuh vorgenommen, die ich mir im nachfolgenden Test genauer ansehen werde.
Facts
| Thema | Info |
|---|---|
| Sprengung | 4 mm |
| Größen | 38 – 50 |
| Farben | Brown, Taube, White/Lime, Black, Black/Orange, White/Coral |
| Gewicht | 323,2 g |
| Material | Mesh |
| Zwischensohle | Altra EGO™ P35 |
| Preis | 150,00 € |
Erster Eindruck und Verarbeitung
Schon beim ersten Blick fällt das sportliche Design des neuen Experience Wild 3+ auf. Die für Altra typische breite Zehenbox, die sogenannte FootShape-Passform, bietet den Zehen ausreichend Platz beim Laufen. Wie bei Altra üblich, verfügt auch dieses Modell über eine sehr geringe Sprengung von gerade einmal 4 mm. Diese soll das natürliche Laufverhalten unterstützen. Für ausreichend Grip auf nahezu jedem Untergrund sorgt die Megagrip-Sohle von Vibram bei der sich die knapp 4 mm tiefen Stollen gut in den losen Untergrund graben.
Praxistest
Dämpfung & Laufgefühl
Das Herzstück des Schuhs ist die Altra EGO™ P35 Zwischensohle. Dieser Schaum bot mir bei sämtlichen Testläufen eine perfekte Balance zwischen weicher Dämpfung und einem direkten Laufgefühl. Grundsätzlich ist die Dämpfung nicht besonders stark ausgeprägt, aber ausreichend für felsige Trails und kurze Passagen auf Asphalt. Dies in Verbindung mit der geringen Sprengung von 4 mm macht den Schuh sehr reaktiv, aber stabil genug für schnelle Läufe auf technischen Trails. Eine leichte Rockergeometrie ermöglichte flüssige Übergänge zwischen Landung und Abrollen.
Passform & Tragekomfort
Die Passform ist typisch für Altra. Im Vorfußbereich bietet die breite Zehenbox (FootShape) dem Fuß viel Platz, was besonders bei langen Läufen und im Downhill von großem Vorteil ist, da sich die Zehen ganz natürlich abspreizen können. An der Ferse wird der Fuß gut eingefasst, sodass ein Fersenschlupf verhindert wird und der Fuß fest im Schuh steht.
Grip & Außensohle
Bei der Außensohle wurde die Vibram Megagrip-Sohle verarbeitet, die ich bereits von vielen anderen Schuhmodellen kenne und mit denen ich bisher nur positive Erfahrungen gesammelt habe. Da diese mittlerweile in vielen Trailschuhen verbaut wurde, ist diese kein echter Geheimtipp mehr, sondern eher ein Zeichen für extremen Grip. Die Megagrip-Sohle bietet zuverlässigen Halt auf jedem Untergrund. Selbst nasser Fels kann mit der Sohle zwar etwas vorsichtiger, aber dennoch mit gutem Halt gelaufen werden. Aber auch auf vereisten Flächen oder im Matsch rutschte der Schuh wenn überhaupt nur geringfügig weg. Auf dem losem Waldboden gruben sich die knapp 4 mm tiefen Stollen zuverlässig in den lockeren Untergrund.
Atmungsaktivität & Verarbeitung
Das Engineered‑Mesh‑Obermaterial wurde beim 3. Modell überarbeitet, sodass eine verbesserte Atmungsaktivität gegeben ist, wodurch beim Laufen deutlich mehr Luft an den Fuß gelangt. Bei der Verarbeitung erwarte ich bei Altra stets hohe Qualität, die auch hier geboten wird. Auch bei diesem Altra-Modell findet sich das GaiterTrap™-System, das es dem Trailrunner ermöglicht Gamaschen am Schuh zu befestigen.














Pro/Contra
Pro:
- sehr guter Grip
- Dämpfung ausreichend für leichte Trails und kurze Passagen auf Asphalt
- sehr reaktiv
Contra:
- -/-
Fazit
Der Altra Experience Wild 3+ ist in seiner dritten Version ein bequemer Trailschuh, der sich besonders auf weniger technischen Trails wohlfühlt. Hier lässt er sich sehr schnell und direkt laufen. Für einen zuverlässigen Grip bei schnellen Läufen sorgt die Megagrip-Sohle von Vibram. Mir macht dieser Schuh sehr viel Spaß und aktuell trage ich ihn bei nahezu jedem Lauf im Gelände. Ich bin gespannt wie langlebig sich sowohl die Sohle als auch die Konstruktion des Schuhs erweisen werden.
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