Der Mach X3 von HOKA soll ein schneller und neutraler Straßenlaufschuh für jeden Tag sein. Ein Schuh welcher fest auf die Tube drückt, so die Aussage des Herstellers auf dessen Website. Diese großen Worte nehme ich zum Anlass, um herauszufinden wie gut und vor allem wie schnell sich der Mach X 3 wirklich läuft. Und zwar jeden Tag.
Facts
| Thema | Info |
|---|---|
| Größen | 40 – 49 1/3 |
| Farben | Neon Hoka Citrus / Neon Lime, White / Alabaster |
| Gewicht | 288 g |
| Sprengung | 5 mm |
| Stabilität | Neutral |
| Preis | 190 € |
Erster Eindruck und Verarbeitung
Zum Testen erhalte ich die Laufschuhe in einem auffälligen Gelbton mit weißer Sohle. Das stark ausgeprägte Rockerdesign, welches bei HOKA MetaRocker™ heißt, lässt bereits vermuten, dass dieser Schuh gleichmäßig abrollt und für viel Vortrieb sorgen soll. Auch die relativ geringe Sprengung von 5 mm lässt dies vermuten. Für Geschwindigkeit beim Tempotraining soll die Pebax®-Platte in der Sohle sorgen. Oberhalb dieser Platte befindet sich ein PEBA-Schaum, der durch seine Reaktivität für Sprungkraft und Energierückgabe sorgt. Unterhalb wurde der altbekannte EVA-Schaum verarbeitet, der für eine ausgewogenen Dämpfung und Schutz vor harten Schlägen sorgen soll.
Praxistest
Schon bei der ersten Anprobe fällt mir der gute Sitz auf. Der Mach X 3 umschließt den Fuß sicher, ohne zu drücken.
Sowohl Zunge als auch die Fersenkonstruktion sind angenehm weich und bieten dazu sehr guten Halt. Dadurch entstehen keine Druckstellen aber auch kein Verrutschen im Schuh. Für mich und meine schmalen Füße fühlt sich die gesamte Passform vom ersten Moment sehr gut an. Läufer mit einem breiten Fuß könnte dieser Schuh eventuell zu eng sein.
Laufgefühl
Beim ersten Schritt spürt man sofort, dass dieser Schuh dynamisch und reaktiv laufen will. Die Dual-Density-Zwischensohle mit PEBA-Schaum und Pebax-Platte sorgt für ein federndes, aber nicht schwammiges Laufgefühl. Doch bereits nach den ersten gelaufenen Kilometern komme ich zu der Erkenntnis, dass die Sohlenkonstruktion sehr hart ist und Stöße für meinen Geschmack nicht merklich abgefedert werden. Wiederrum sehr positiv aufgefallen ist mir das stark ausgeprägte Abrollverhalten, welches sich auf die MetaRocker-Geometrie Zurückschließen lässt. Besonders bei schnellen Abschnitten oder dem Intervalltraining sorgt diese Konstruktion für spürbar mehr Vortrieb.
Komfort & Dämpfung
Hier könnte der Mach X 3 für meinen Geschmack etwas komfortabler auftreten. Die Dämpfung ist für meinen Geschmack etwas zu hart. Dies ist besonders bei schnellen Einheiten wahrzunehmen. Dies führt dann auch zu einer deutlich schnelleren Ermüdung der Beine. Die Balance zwischen einem reaktiven Laufgefühl und einer Muskel- und Gelenkschonenden Dämpfung ist weniger gegeben. Dafür ist das Laufgefühl äußerst reaktiv und direkt.






















Pro/Contra
Pro:
- sehr reaktiv
- bequeme Passform
- ideal für schnelle Läufe
Contra:
- sehr harte Dämpfung
Fazit
Nach vielen gelaufenen Kilometern über einen Zeitraum von mehreren Wochen kann ich die selbstbewusste Aussage HOKAs über einen Temposchuh bestätigen. Der Mach X 3 von HOKA ist ein Laufschuh für jeden Tag aber keinesfalls für gemächliche Läufe. Dieser Schuh ist für das Tempotraining ausgelegt und genau hier kann er seine Stärken ausspielen. Diese wären die geringe Sprengung, das deutlich spürbare Rockerdesign und die Pebax®-Platte. Allerdings ist die Schockabsorption der gesamten Sohlenkonstruktion sehr hart und besonders bei Asphaltläufen ab 20 km empfinde ich diese als zu gering. Ansonsten macht der auffällige Mach X 3 wirklich viel Spaß.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.
