Wer Kinder auf der Skipiste begleitet, weiß: Sicherheit ist das A und O. Und wenn ein Rückenprotektor nicht nur schützt, sondern auch bequem sitzt und von den Kids akzeptiert wird, hat man schon gewonnen. Der POC Junior VPD Air Comp verspricht genau das – maximale Bewegungsfreiheit, hohe Schutzwirkung und ein sportliches Design, das auch junge Skifahrer begeistert.
Da wir wissen wollten, wie gut er sich im Alltag wirklich schlägt, haben wir ihn im direkten Vergleich mit der POC VPD Air Vest JR getestet. Beide Modelle wurden unter denselben Bedingungen ausprobiert – drei Tage Skikurs, wenig Schnee, Temperaturen um den Gefrierpunkt – und die Ergebnisse waren spannender, als wir erwartet hatten.
Facts
| Thema | Info |
|---|---|
| Material | Viscoelastic Polymer Dough |
| Größen | S, M und L |
| Farben | uranium black |
| Gewicht | 475 (Größe M) |
| Rückenprotektor | VPD Air Rückenplatte, EN1621:2 Level 1 zertifiziert |
| Preis | 150,00 Euro |
Erster Eindruck und Verarbeitung
Beim ersten Anprobieren fällt sofort auf, dass der Rückenprotektor hochwertig verarbeitet ist. Die Materialien wirken robust, die Weste ist angenehm leicht und der VPD-Schaum macht einen sehr flexiblen, aber gleichzeitig stabilen Eindruck.
Die Größenwahl entpuppte sich jedoch als kleine Herausforderung:
- Größe S passt in der Länge zwar gut, aber bei meinem normalgewichtigen jüngeren Kind ließ sich der Reißverschluss nicht einmal als Base-Layer schließen. Die Weste fällt im Brust- und Bauchbereich sehr schmal aus.
- Größe M hingegen war bei einer Körpergröße von ca. 1,25 m deutlich zu lang – also musste der große Bruder einspringen.
Mein älterer Sohn ist ebenfalls normalgewichtig, aber etwas schlanker. Mit 1,35 m Körpergröße passt Größe M dann sowohl in der Länge als auch in der Breite. Interessant ist, dass POC Größe M offiziell erst für 150–165 cm Körpergröße angibt. In der Weste selbst steht jedoch eine Oberkörperlänge von 36–41 cm (vertikal von der Schulter bis zur Taille). Nachgemessen bei meinem Großen waren es dann 32 cm – trotzdem sitzt die Weste gegen der offiziellen Größenangabe korrekt.
Und dann kam der Moment, der mich wirklich überzeugt hat: Kaum angezogen, wollte mein Sohn den Protektor gar nicht mehr ausziehen. Er fühlte sich so wohl darin, dass er direkt ausprobiert hat, „wie man so hinfallen kann“ – kleine Stunts inklusive. Für mich ein sehr gutes Zeichen, denn ein Protektor, den Kinder freiwillig tragen, ist Gold wert.
Insgesamt zeigt sich: Der Protektor ist sehr schmal geschnitten und damit vor allem für sehr dünne Kids geeignet. Ein weiterer Punkt, der sofort auffällt: Der Protektor lässt sich nicht herausnehmen – anders als bei der POC VPD Vest.
Praxistest
Der POC Junior VPD Air Comp Ski Rückenprotektor wurde drei Tage lang im Skikurs getestet – bei wenig Schnee, viel Bewegung und Temperaturen rund um den Gefrierpunkt. Genau solche Bedingungen zeigen, ob ein Protektor im Alltag wirklich funktioniert oder ob er nur auf dem Papier überzeugt.
Schon beim ersten Einsatz fiel auf, dass der Protektor leicht wärmt, ohne zu überhitzen. Dadurch reichte bei beiden Kindern ein dünnes Baselayer-Shirt völlig aus. Trotz kalter Temperaturen hatten sie nie das Gefühl, zu frieren oder dass der Protektor unangenehm am Rücken klebt. Der VPD-Schaum passt sich durch die Körperwärme schnell an und wird weich und flexibel, was den Tragekomfort enorm erhöht.
Besonders positiv war das Verhalten der Kinder selbst: Sie wollten die Protektoren bereits auf der Autofahrt anziehen und danach gar nicht mehr ausziehen. Das ist ein starkes Zeichen dafür, dass der Protektor nicht nur schützt, sondern sich auch richtig gut anfühlt. Kein Drücken, kein Scheuern, kein „Mama, das ist unbequem“ – stattdessen Begeisterung und Stolz, etwas „Cooles“ zu tragen.
Beim Skifahren saß der Protektor stabil am Körper, ohne zu verrutschen. Auch bei schnellen Schwüngen, kleinen Stürzen oder spontanen „Wie-fall-ich-am-coolsten“-Stunts blieb alles an seinem Platz. Die Bewegungsfreiheit war jederzeit gegeben, und der Protektor machte jede Kurve, jede Drehung und jede Pause im Schnee problemlos mit.
Insgesamt zeigte der Praxistest sehr deutlich: Der POC Junior VPD Air Comp ist ein rundum gelungenes Sicherheitsprodukt, das Kinder gerne tragen – und das ist am Ende das Wichtigste.
















Pro/Contra
Pro:
- Sehr hochwertige Verarbeitung
- Leicht und flexibel dank VPD-Material
- Gute Belüftung
- Perfekt für schmale Kinder
Contra:
- Fällt extrem schmal aus – normale oder kräftigere Kinder passen oft nicht hinein
- Protektor nicht herausnehmbar zum Waschen
Fazit
Der POC Junior VPD Air Comp Ski Rückenprotektor ist ein hochwertiger, sportlicher und sehr gut verarbeiteter Protektor, der im Praxistest durch Komfort und Schutz überzeugt. Er eignet sich jedoch klar für sehr schlanke Kinder, da die Weste insgesamt sehr eng geschnitten ist. Wer ein normalgewichtiges Kind hat, sollte unbedingt genau messen oder mehrere Größen bestellen.
Schade ist, dass der Protektor nicht herausnehmbar ist – das wäre für die Pflege deutlich praktischer. Trotzdem bleibt der POC Junior VPD Air Comp ein zuverlässiger Begleiter für junge Rennfahrer und ambitionierte Skikids, die Wert auf maximale Bewegungsfreiheit und hohen Schutz legen.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.
