Beim Gelände- oder Overlander-Fahrzeug unkompliziert mehr Stauraum schaffen? Das soll mit der neuen Reserveradtasche von Horntools möglich sein. Ob sich die Tasche auch für Fahrten auf den Pisten und in den Dünen der Sahara eignet? Das haben wir ausführlich getestet.
Facts
| Thema | Info |
|---|---|
| Material | 500 D PVC Tarpaulin |
| Größen | 72 Liter Volumen |
| Farben | Schwarz-Gelb |
| Gewicht | ca. 1,6kg |
| Maße (gefüllt) | ca. 60 x 40 x 30 cm (LxBxT) |
| Maße (leer / flach mit offenem Verschluss) | ca. 73 x 53 x 5 cm (LxBxT) |
| Preis | 129,50 € |
Erster Eindruck und Verarbeitung
Beim Auspacken des Pakets war ich überrascht, wie klein sich die Horntools Reserveradtasche zusammenfalten lässt. Das dicke Material fasst sich sehr robust an – ähnlich einer festen LKW-Plane. Auch die breiten, gewebten Gurte sowie die Gurtschnallen aus Metall wirken sehr vertrauenserweckend. Der Rolltop-Verschluss mit dem robusten Clip ist nach unserer Erfahrung ohnehin die beste Lösung für Taschen, die bei jedem Wetter und auch in sehr schmutziger Umgebung noch zuverlässig funktionieren müssen.
Praxistest
Genutzt haben wir die Horntools Reserveradtasche zuerst im Alltag, um zum Beispiel im Wald gefundenen Müll außen am Fahrzeug transportieren zu können. Mit der coolen Optik und ihren gelben Akzenten ist die Tasche relativ auffällig. Da sie außen am Reserverad unseres Suzuki Jimny für jeden leicht zugänglich hängt, hatte ich dabei immer etwas Sorge um die Tasche. Speziell an Orten, wo das Auto wirklich längere Zeit ohne Aufsicht stand und die Horntools Reserveradtasche Begehrlichkeiten wecken könnte – wie beispielsweise auf der Fähre nach Tunesien – habe ich die Tasche daher vorsichtshalber vom Reserverad abgenommen und im Inneren des Autos verstaut. Da sie sich leer sehr klein zusammenfalten lässt, war das auch immer problemlos möglich.
Ihre Vorteile richtig ausspielen konnte die Horntools Reserveradtasche dann aber bei unserer Reise durch die tunesische Sahara: Mit der für die Tour benötigten, umfangreichen Ausrüstung an Wasser, Kraftstoff, Werkzeug und Bergeausrüstung war der kleine Kofferraum unseres Jimny natürlich gut gefüllt und wir waren sehr dankbar, einen Teil der Ausrüstung in die Reserveradtasche „auslagern“ zu können. Unsere beiden Campingstühle, der Campingtisch, alle unsere Schuhe und später auch die getragene Kleidung passten problemlos in die Horntools Reserveradtasche und wurden darin über die gesamte Tour hinweg staub- und wassergeschützt transportiert. Der Rolltopverschluss hat sich dabei bestens bewährt: Die Bedienung ist intuitiv und zuverlässig, die dadurch freigegebene Öffnung ist groß, die Campingstühle ließen sich daher sehr einfach entnehmen. Wie man auf den Fotos sehen kann, hätte die Tasche sogar noch genug Volumen für einen dritten Campingstuhl sowie weiteres Gepäck frei gehabt.
Weder die zügigen Fahrten über schlechte Straßen noch die stundenlangen Fahrten in den Dünen und auf Sand- oder Rüttelpisten konnten der Tasche etwas anhaben. Das Material, die Gurte und Schnallen, die Verschlüsse sowie alle Nähte blieben von der Belastung völlig unbeeindruckt. Lediglich auf der ersten, mehrstündigen Pistenfahrt rutschte die Tasche im Laufe der Zeit etwa 10 cm nach unten. Da hatte ich die Gurte wohl ungünstig verlegt und vielleicht auch nicht fest genug gespannt. Mit einer anders gewählten Gurtführung blieb die Tasche die restliche Reise an ihrem Platz. Auf meinen Fotos sieht man, dass ich den sehr langen, horizontalen Gurt nicht nur um das Reserverad herumgeführt habe sondern auch einmal vorne komplett um die Horntools Reserveradtasche selbst. Die Nähte an der Gurtbefestigung brachten mich auf diese Idee. Auf der Webseite und in der Bedienungsanleitung von Horntools sieht man die von mir „erfundene“ Art der Gurtführung allerdings nicht. Geschadet hat meine Lösung der Tasche nicht, der Gurt schien die Horntools Reserveradtasche sogar noch fester am Reserverad zu fixieren. Verrutscht ist die Tasche dann in den Folgetagen auch überhaupt nicht mehr.
Am Heck des Autos sammelt sich während einer solchen Tour natürlich besonders viel Staub und Dreck. Wie bekommt man die ebenfalls verdreckte Tasche wieder sauber? Genauso wie das Auto selbst: Einfach mit dem Hochdruckreiniger! Ja, das funktioniert problemlos! Selbstverständlich nicht mit vollem Druck und möglichst auch nur mit klarem Wasser ohne Zusätze, aber das reicht aus, um die Horntools Reserveradtasche wieder fast wie neu aussehen zu lassen. Auch das bisschen Staub das sich durch das ständige Öffnen und Schließen der Tasche und das Hineinlegen der staubigen Stühle im Inneren gesammelt hatte, konnten wir durch einfaches Ausschütteln der Tasche entfernen. Dank des ähnlich einem Wasserhahn gestalteten Wasserablasses am Boden der Tasche wäre auch im montierten Zustand ein großzügiges Auswaschen der Tasche möglich. Dies war in unserem Fall allerdings nie nötig, denn für den Transport wirklich stark verschmutzter – oder ekliger – Dinge lässt sich in die Tasche zusätzlich auch eine gewöhnliche Mülltüte einsetzen. Diese kann mithilfe der sechs praktischen Karabiner-Haken auch sehr gut fixiert werden. So bleibt die Tasche garantiert sauber und frei von üblen Gerüchen.






























Pro/Contra
Pro:
- Sehr robust
- Wasser- und staubdicht
- Leicht zu reinigen
- Coole Optik
- Klein zusammenfaltbar
Contra:
- Kein Contra, aber eine kleine Anregung: Eine Lösung für einen Diebstahlschutz (wie zum Beispiel Durchführungen oder Ösen für ein Kabelschloss) wäre cool. Wir wären nämlich sehr traurig, wenn uns doch mal jemand die Tasche vom Reserverad stehlen würde!
Fazit
Abschließend können wir also sagen, dass wir auf die Reserveradtasche von Horntools nicht mehr verzichten wollen! Leer lässt sie sich einfach im und am Auto mitnehmen. Braucht man schnell zusätzlichen wasser- und staubdichten Stauraum, ist sie jederzeit griffbereit und schnell am Reserverad montiert.
Die coole Optik mit den seitlichen Zusatztaschen, den Mollesystemen und den für Horntools typischen gelben Akzenten wertet das Heck des Reisefahrzeugs zusätzlich auf, sodass man die Tasche gerne auch leer am Reserverad mitführt. Natürlich bleibt dabei immer ein klein wenig die Sorge, dass sie doch einmal gestohlen oder mutwillig beschädigt werden könnte.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.
