Wenn sich am Himmel dicke Regenwolken vor die Sonne schieben und der Wind zu pusten beginnt, trennt sich schnell die Spreu vom Weizen unter den Outdoor-Jacken. Für alle, die sich auch bei Sturm, Dauerregen und Windböen nicht vom Berg, Trail oder Alltag abhalten lassen wollen, verspricht Montane mit der Men’s Cetus Waterproof Jacket einen verlässlichen Begleiter. Im folgenden Testbericht könnt ihr erfahren, ob sie wirklich standhält, wenn das Wetter umschlägt und jede Faser auf die Probe gestellt wird …
Facts
| Thema | Info |
|---|---|
| Material | PETRICHOR TECHNOLOGY™ (außen: 100% Nylon (recycled) 30D Ripstop) |
| Größen | S – XXL |
| Farben | Caper, Eclipse Blue, Neptune Blue, Sea Mist, Amber |
| Gewicht | 395 g |
| Preis | ca. 290 Euro |
Erster Eindruck und Verarbeitung
Schon beim Auspacken macht die Montane Cetus Waterproof Jacket klar: Sie ist nicht nur für den Spaziergang zum Bäcker konzipiert. Funktionalität steht hier an erster Stelle. Das Design ist zurückhaltend, sportlich und ohne überflüssige Spielereien. Der Look der sechs einfarbig gehaltenen Varianten (Caper, Eclipse Blue, Neptune Blue, Sea Mist und Amber) ist dezent, aber dennoch modern.
In der Hand wirkt das Material erstaunlich leicht, aber gleichzeitig robust. Die Verarbeitung sämtlicher Materialien lässt auch bei näherem Hinsehen keine Wünsche offen. Die sauber gezogenen Nähte der verwendeten 3-Lagenkonstruktion wurden bei der Produktion nicht aneinandergereiht, sondern anhand eines Versatzes auf ein Minimum reduziert. Auch die Laminierung von Schirm, Saum und Bündchenlaschen reduziert nochmals die Nähte. Das spart nicht nur Gewicht, sondern sorgt auch dafür, dass einem das gute Stück möglichst lang erhalten bleibt. 😉
Ausgestattet ist die Hardshell-Jacke mit einer Kapuze, einer innen liegenden Napoleontasche auf Brusthöhe und zwei außen liegenden Seitentaschen. Während die Innentasche sich prima für die sichere Aufbewahrung des Smartphones oder anderer Wertgegenstände eignet, kann man die geräumigen, höher liegenden und somit auch gut mit Rucksack erreichbaren Außentaschen, durchaus zum Aufwärmen der Hände nutzen. Und kommt ein Regenschauer, sorgt der integrierte Wetterschutz dafür, dass das Wasser nicht von außen durch die Taschen ins Innere gelangen kann. Sämtliche Taschen sind mit YKK Aquaguard-Taschenreißverschlüssen ausgestattet, welche durchweg flüssig und ohne zu Hacken laufen.
Praxistest
Passform
Bei einer Körpergröße von 183 cm und einem Gewicht von ca. 85 kg habe ich die Cetus in der Größe L gewählt. Das war für mich die richtige Wahl. So sitzt sie recht körpernah und verleiht eine gute Figur, ist aber nicht einengend oder schränkt gar in der Bewegung ein – ideal also für sportliche Aktivitäten wie Wandern, Trekking oder schnelle Gipfelbesteigungen.
Die vorgeformten Ärmel sind ausreichend lang und sorgen in Verbindung mit dem verlängerten Rücken für einen angenehmen Tragekomfort, auch mit Rucksack. Selbst bei ausladenden Bewegungen, etwa beim Klettern oder beim Hantieren mit Wanderstöcken, blieb die Jacke dort, wo sie sein sollte.
Der hohe Kragen bietet einen guten Schutz, da er bis zum Mund reicht und recht eng geschnitten ist. In Kombination mit der anhand eines Gummibandes samt Stopper gut anpassbaren Kapuze ist man hier besten gegen kühle Winde und prasselndem Regen geschützt. Die Kapuze finde ich recht gelungen, da sie mit einem kleinen verstärkten Schirm im oberen Bereich ausgestattet wurde und insgesamt satt sitzt und nicht rumflattert. Auch der Saum ist beidseitig mit Gummiband und Stopper versehen, so dass man die Cetus auch hier perfekt an die körperlichen Gegebenheiten anpassen kann und kühle Lüftchen keine Chance haben ins Innere zu gelangen.
Wetterschutz und Atmungsaktivität
Die Hardshell-Jacke wurde von Montane mit der neuen PETRICHOR TECHNOLOGY™ hergestellt. Das heißt sie besteht aus 3 Lagen – einer robusten, dauerhaft wasserabweisenden Außenschicht, einer mittleren Membran und einem etwas weicheren, gut auf der Haut liegenden inneren Backer.
Getestet habe ich die Cetus u.a. während diversen Wanderungen durch den regnerischen Schwarzwald sowie im Herbst auf Mallorca. Das Ergebnis: Weder der heimische noch der Mittelmeerregen fand Einlass in diese Jacke. Auch nach Stunden im Einsatz fühlte sie sich nicht „durchweicht“ an, wie es bei schwächeren Modellen oft der Fall ist. Auch die wasserabweisenden Reißverschlüsse hielten bei mir dicht und Taschentücher und Snacks blieben trocken. Man kann richtig sehen wie das Wasser sauber auf der äußeren Schicht aus recyceltem Nylon 30D Ripstop (20.000 mm Wassersäule) abperlt. Nach mehreren Stunden im Dauerregen war die Jacke zwar äußerlich durchnässt, innerlich jedoch komplett trocken. Tiptop!
Dank der mittleren hydrophilen Membran konnte mich die Cetus im Test mit einer ordentlichen Atmungsaktivität erfreuen. Auch bei längeren sonnigen Wanderungen oder Bergexpeditionen transportierte sie erfolgreich den entstehenden Wasserdampf und die Feuchtigkeit vom Körper weg – mit zunehmender Anstrengung verstärkte sich dieses sogar. Mit dem von Montane angegebenen RET-Wert von unter 5 ist sie ideal für bewegungsintensive Outdoor-Aktivitäten geeignet. Ein unangenehmes Kleben auf der Haut bei schweißtreibenden Passagen musste ich zu keiner Zeit feststellen. Kombiniert mit einer dünnen Isolationsschicht für die kälteren Tage darunter, eignet sich die Cetus problemlos auch für kühlere Temperaturen – ein echter Allrounder.




























Pro/Contra
Pro:
- Hoher Tragekomfort
- Bewegungsfreundlicher Schnitt
- Gute Atmungsaktivität
- Ordentlicher Regenschutz
Contra:
- -/-
Fazit
Die Montane Men’s Cetus Waterproof Jacket konnte im Test anhand eines hervorragenden Wetterschutzes und einem hohen Tragekomfort mit einem nachhaltigen Materialeinsatz punkten. Ob beim alpinen Abenteuer, bei der Wochenendtour im Schwarzwald oder im städtischen Herbststurm: Diese Jacke liefert.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.
