Freizeitjacken Funktionsjacken Jacken Testbericht

OCK Funktionsjacke Damen


Bereits seit vielen Jahren ist die klassische Aufteilung der Bekleidungsschichten aufgeweicht.
Gerade bei den Jacken ist dies sehr deutlich. Es gibt schon lange nicht mehr nur die „Drüber“ oder „DRUNTER“ Jacke.
Bekleidung ist so konzipiert, dass sie flexibel und je nach Einsatzgebiet und Jahreszeit so eingesetzt werden kann, wie man es gerade braucht.
Wir durften von OCK eine Funktionsjacke für Damen testen.

Facts

Thema Info
Material Material I: 92% Polyamid, 8% Elastan;
Material II 65% Polyester, 28% Viskose, 7% Elastan;
Futter 100% Polyamid.
Größen 34-46
Farben Navy und offwhite
Preis 89,95 €
HerstellerbeschreibungOCK Leicht wattierte Funktionsjacke mit ökologischer, schmutz- und wasserabweisender Bionic Finish® Eco Imprägnierung sowie wasser- und winddichter DynaFunc®-Technologie; im Kragen verstaubare Kapuze; Kragen mit Kinnschutz; 1 Ärmeltasche mit Reißverschluss; leicht elastische, eingesetzte Seitenteile für mehr Bewegungsfreiheit; 2 seitliche, warm gefütterte Seitentaschen mit Reißverschlüssen und Zipgaragen; verlängerte Zipbändchen; reflektierende Elemente

Erster Eindruck und Verarbeitung

Gut geschlossene Nähte ohne Dehnungsproblematik an den Nähten des Materialmixes. Gut laufende Reißverschlüsse mit ausreichend langen Zippern.
Die Jacke wirkt im ersten Moment recht schlicht, überzeugt dann aber durch ihre Verarbeitung und den Materialmix.

Praxistest

Bei uns wurde die Jacke in navyblau und Größe 38 getestet. Die eigentliche Testerin hat Größe 38 in der Oberbekleidung bei 169 cm Größe.
Andere Jacken von OCK passen in 38. Bei dieser Jacke hier spannte sie allerdings im Bereich der Schultern/Brust, wenn der Reißverschluss geschlossen wurde. Daher wurde die Jacke von unserer Tochter, Größe S/Kindergröße 164 getragen. Hier war sie noch etwas geräumig in der Weite aber die Ärmellänge etc. war gut.

Die Jacke kam hier ganz überwiegend im Alltag im milden Spätwinter/ Frühjahr zum Einsatz.
Vor allem in Navy-blau ist der erste Eindruck der Jacke eher schlicht und unauffällig.
Aber bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Jacke als durchdacht und sehr angenehm zu tragen.

Sie ist durch den Materialmix geprägt. Während Brust und Rücken sowie die Oberseite der Ärmel leicht wattiert und glatt von der Oberfläche her sind, bestehen die elastischeren Seitenteile und eine Lippe rundum am Bund sowie die Armunter-bzw. Innenseite aus einem Mischgewebe, das an Sweatstoff erinnert.
Die Wattierung trägt nicht auf, was die Jacke auch zu einer idealen Zwischenschicht unter einer Hardshelljacke macht.

An der Innenseite des linken Armes ist eine kleine Reißverschlusstasche integriert. Sie ist nicht aufgesetzt und kaum sichtbar. Auch die beiden Reißverschlusseingrifftaschen sind dezent in die Jacke eingesetzt. Die Zipper sind schmal aber durchaus robust. Die Zipperbändchen sind verlängert, damit sie trotz ihrer kleinen Maße gut zu greifen sind. Um störende Reibungen zu vermeiden sind Zippergaragen vernäht.

Die Reißverschlüsse laufen gut und das dünne Gewebe verklemmt sich nicht im Reißverschluss. Beim Frontreißverschluss ist ein schmaler aber ausreichender Kinnschutz vorhanden.

Im Stehkragen ist eine Kapuze integriert. Das muss man aber wissen, denn auch diese ist so unauffällig verarbeitet und trägt so wenig auf, dass man darin keine Kapuze vermuten würde.
Die Kapuze ist hauch dünn und eher anliegend. Sie hat kein Schild sondern nur ein weiches leicht dehnbares Band an der Nahtkante. Um ein wenig vor Wind und Regen zu schützen ist die Kapuze ausreichend. Für mehr Features wäre sie dann wieder nicht mehr so dünn, um ohne aufzutragen in den Kragen zu passen. Das ist der Kompromiss.

Gerade beim Einsatz als äußerste Schicht machen sich die wind- und wasserabweisenden Eigenschaften gut. Ob ein Regenschauer oder ungemütliche Winde beim morgentlichen Gang zur Schule, mit dieser Jacke war unsere Tochter immer gut angezogen.
Natürlich ist die Wärmeleistung einer so dünn wattierten Jacke irgendwann begrenzt. Aber als Übergangsjacke ist sie wirklich gut geeignet und ließ ihre Trägerin nicht im Stich.

Das Volumen der Jacke ist wirklich gering und man sieht ihr ihr Können erst mal nicht an, da sie doch eher das Outfit eines Midlayers hat.

Vor allem in Navy-blau ist die Verschmutzung der Jacke gleich null. Wie dies in offwhite wäre, kann nicht beurteilt werden. In blau jedenfalls ist die schmutzabweisende Wirkung jedenfalls deutlich.

Fazit

Die Funktionsjacke Damen Navy von OCK für 90 Euro ist eine wenig auftragende fitline Funktionsjacke, die sehr gut für sich aber aufgrund des Schnittes auch prima als Midlayer getragen werden kann.
Bei guter Qualität, wind- und wasserabweisend, und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist der Preis auch angemessen.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat. Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

Hinterlasse einen Kommentar