Osprey Raptor 10 Fahrradrucksack

Osprey Raptor 10

by Kai
Osprey Raptor 10Auf der Suche nach einem geeigneten Fahrradrucksack, der zum einen nicht zu groß ist um zu stören und zum anderen genug Funktionalität mitbringt um die Biketour noch angenehmer zu machen, bin ich auf den Osprey Raptor 10 gestoßen.
Da Osprey hinter ihren Produkten steht und einen Härtetest nicht scheuen, stellten sie uns einen Rucksack zu Testzwecken zur Verfügung.

“FLOW RIDER. Für anspruchsvolle Single-Trails.”
Mit diesem eingängigen Slogan beschreibt Osprey seinen neuen Trinkrucksack für Biker die nicht auf dem Trockenen fahren wollen.
Osprey’s Erfahrung mit Rucksäcken findet sich in jedem Detail des Raptor 10 wieder. Auf die ganzen Gimmicks werde ich im Folgenden eingehen und freue mich schon darauf euch beim Testen mitzunehmen.
Um in den BIKEFLOW zu kommen muss das Gesamtpaket stimmen. Wir werden sehen, ob der neue, kleine Osprey das Gesamtpaket mitbringt.

Facts

Thema Info
Material 210D NYLON DIAMOND RIPSTOP
Größen
Farben Orange Sunset / Cedar Green / Abyss Black
Gewicht 0.7KG
Maße 48L / 22W / 23D
Preis 140 €


Osprey Raptor 10

Erster Eindruck und Verarbeitung

Ich teste den Rucksack in der Farbe Abyss Black, daneben gibt es noch die popigeren Farben, Orange Sunset und Cedar Green.
Der Rucksack ist fast komplett Schwarz mit kleinen, neongelben Akzenten an den Reißverschluss-Zipper-Schlaufen und der Helmhalterung. Durch das Schwarz lässt sich der Rucksack mit allen Farben der Fahrradkleidung kombinieren ohne sich zu “beißen”.

Die Grundaufteilung des Rucksacks besteht aus einem Fach für die mitgelieferte 2,5 Liter Trinkblase, einem geräumigen Hauptfach und einem ca. 1/3 so tiefen zusätzlichen Fach für Geldbeutel und Brille oder andere kleinere Utensilien.
Am Boden des Rucksacks ist noch ein weiteres Reißverschlussfach angebracht, in diesem befindet sich eine integrierte Werkzeugrolle, der sogenannte “Toolwrap”. Durch das separate “Toolwrap” lassen sich schmutzige Werkzeuge oder Ersatzschläuche so verstauen, dass sie nicht mit anderen Gegenständen in Berührung kommen. Auch ein Fahrradschloss passt noch in dieses Fach.
An einer kleinen Schlaufe über dem Tool-Fach kann eine nach hinten ausgerichtete LED-Leuchte angebracht werden. Im oberen Bereich befindet sich die bekannte und praktische “LidLock” Osprey Helmhalterung und ein Einschubfach aus elastischem Mesh-Stoff, welches sich über einen Clip unter der Helmhalterung öffnen lässt.

Der Rucksack macht einen hervorragend verarbeiteten Eindruck und scheint auf den ersten Blick sehr durchdacht. Osprey scheint sich hier an den Bedürfnissen der Fahrradfahrer zu orientieren und schafft es dies in einen sehr modischen, sportlichen Rucksack zu verpacken.

Es ist erstaunlich wieviel Funktionalität in einen so kompakten Rucksack passt. So ausgestattet starte ich meine Biketour von Stuttgart auf die Schwäbische Alb.

Praxistest

Zur Vorbereitung auf die Tour wird die Trinkblase mit klarem Wasser gefüllt, welche ohne viel “Gefummel” in ihr geräumiges Fach passt. Der Reißverschluss des Trinkblasenfachs kann bis zur Mitte des rechten Schultergurtes geschlossen werden. Durch diese Reißverschlussverlängerung kann der Trinkschlauch geführt werden. So fixiert schlackert der Schlauch während der Fahrt nicht herum und hält an dem Magnetclip welcher die Schultergurte verbindet fest.
Die Schultergurte sind im oberen Bereich etwas breiter und liegen gut an. Der genannte Brustgurt lässt sich über einen Führungsrand gut an jede Größe anpassen und mittels Magnethalterung, welche gleichzeitig den Trinkschlauch hält, schließen.

In das große Hauptfach passt einiges an Verpflegung und zusätzliche Kleidung um für alle Wetterumschwünge gewappnet zu sein. In diesem Fach sind drei zusätzliche Unterteilungen in welche unter anderem ein großes Fahrradschloss passt.
Ein Netzfach mit Reißverschluss, an der Rucksackklappe des Hauptfaches, beinhaltet noch einen Schlüsselclip. Meiner Meinung nach ist das Hauptfach sehr geräumig und lässt sich trotz allem gut organisieren, man entdeckt seine verstauten Utensilien auf einem Blick. Da ich über Nacht auf der Schwäbischen Alb bleibe hatte ich einiges unter zu kriegen.
Meinen Geldbeutel verstaue ich im zusätzlichen Frontfach, so ist er immer schnell griffbereit und ich muss nicht das Hauptfach öffnen. Dieses kleinere Fach ist komplett autark und verhindert so, dass die Sonnenbrille oder das Handy verkratzen.
Meine Regenjacke passt gut in das vordere Mesh-Fach und der Helm kommt zunächst auf den Kopf.

Der Rucksack hat für mich die richtige Größe, ich scheine Alles dabei zu haben, aber habe nicht das Gefühl vollbepackt zu sein. Durch die AirScape™ Rückenplatte mit Schaumstoffrippen welche mit einem stabilen Netz zur besseren Belüftung überzogen ist, liegt der Rucksack gut an meinem Rücken an. Die Rückenplatte ist nicht sehr stark gepolstert, aber dafür bekomme ich auch keinen komplett nassen Rücken und das Polster saugt sich nicht voll!
Die BioStretch™ Hüft- und Schultergurte halten den Rucksack dort wo er sein soll. Selbst bei sehr steilen Abfahrten rutscht mir der Rucksack nicht in den Nacken. Die innovativen Gurte sind zum einen gut gepolstert und zusätzlich mit einem guten Belüftungssystem versehen, was mir als starkem “Schwitzer” sehr zu Gute kommt. Nach einer anstrengenden Bergfahrt sind die Gurte zwar verschwitzt, aber bei der anschließenden Talfahrt sorgt die Belüftung dafür, dass sie wieder durchtrocknen. Die Flügel des Hüftgurtes sind angenehm breit und haben an beiden Seiten ein Reißverschlussfach in dem ich mein Mobiltelefon und auf der einen Seite einen Riegel zur schnellen Energiezufuhr unterbekomme.

Das innovative Toolwrap sieht aus wie ein Waschbeutel und hat auch genauso viele Fächer um Werkzeug, welches nicht inklusive ist, unterzubringen und dieses sauber verpacken zu können. Neben dem Toolwrap passt noch ein Ersatzschlauch in das untere Fach. Somit spart man sich zusätzliche Taschen am Fahrrad.

Der Rucksack ist schön schmal. Dadurch bin ich nicht in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt und ich habe das Gefühl, dass ich keine Aerodynamik einbüße. Für meine 7-stündige Tour reichten auch die 2,5 Liter Wasser in der Trinkblase aus. Das Trinksystem von Osprey kenne ich schon sehr lange und es ist meiner Meinung nach ungeschlagen, vor allem da der Trinkschlauch nicht sabbert.

Abgesehen davon, dass meinem E-Bike, trotzdem dass ich fast nur ECO gefahren bin, nach ca. 100km der Saft ausging und ich die letzten 20km, inklusive starker Steigung, ohne Unterstützung fahren musste, bin ich wohlbehalten an meinem Ziel angekommen. Der Osprey Raptor 10 leistete einen großen Beitrag dazu.

Osprey Raptor 10

Pro/Contra

Pro:

  • Durchdachte Funktionalität
  • Modernes, kompaktes Design
  • Hervorragende Verarbeitung

Contra:

  • -/-

Fazit

Für mich bringt der “kleine” und funktionale Fahrradbegleiter Raptor 10 von Osprey Alles mit was man für kurze und lange, eintägige Fahrradtouren benötigt.
Mit seinen 140 € ist er nicht das günstigste Produkt auf dem Markt, aber durch das ökologische Langlebigkeitsversprechen von Osprey und seiner Hochwertigkeit macht er jeden Euro gerechtfertigt.
Als Tester habe ich bei diesem Rucksack das Gefühl, dass sowohl ich als Fahrradfahrer als auch die Liebe zur Natur ein gutes Stück berücksichtig wurde.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

Was dir auch gefallen könnte

Hinterlasse einen Kommentar