Handschuhe Skihandschuhe Testbericht

Hestra Army Leather Heli Ski

Skifahren bei eisigen Minusgraden. Dennoch müssen Reißverschlüsse geöffnet, Labello aufgetragen, Nase geputzt oder anderes gemacht werden, wozu es Fingerspitzengefühl braucht. Gut, wenn es Handschuhe gibt, mit denen auch etwas angefasst werden kann und die dennoch wärmen.

Hier wurde von Hestra der 3-Finger-Handschuh Army Leather Heli Ski getestet.

Hestra Army Leather Heli Ski

Facts

Thema Info
Material Obermaterial: Oberteil aus winddichtem, wasserdichtem und atmungsaktivem HESTRA Triton Dreischicht-Polyamidgewebe | Innenhand: Army-Leather-Ziegenleder | Futter: Polyester / Fiberfill Isolierung
Größen 5-12
Die Größe wird errechnet mittels Handlänge und Handumfang ohne Daumen
Farben Red, Grey, Black, Light red, Navy, Bottle green, Mustard
Preis UVP: 115,00 €
HerstellerbeschreibungUnser bekanntester Handschuh ist ein moderner Klassiker mit vielen Funktionen. Ein längeres Modell für alle, die häufig im Tiefschnee unterwegs sind und einen dauerhaft warmen Begleiter in den Bergen brauchen. Sie können mit anderem Zubehör kombiniert werden.

Verarbeitung

Alle Nähte sind sauber geschlossen. Die Klettverschlüsse zur Weitenregulierung und zur Fixierung des Innenhandschuhes sind stark haftend. Der Karabiner ist stabil. Das Obermaterial ist robust. Das Leder sehr weich und geschmeidig.

Praxistest

Die Handschuhe wurden in der Wintersaison 2016/2017 zum Skifahren getragen. Hier war das Temperaturspektrum von -12 Grad bis + 5 Grad.
Die Handschuhe wurden vor dem ersten Gebrauch mit dem mitgelieferten Lederbalsam eingefettet. Das weiße Leder ist sehr weich.
Die Trennung von Zeigefinger von den restlichen Fingern (Mittelfinger bis kleiner Finger) ermöglicht einerseits eine feinmotorische Bedienung mit Handschuhen, andererseits sind immerhin drei Finger gemeinsam eingepackt, so dass hier die Vorzüge eines Fausthandschuhes zum Tragen kommen.
Durch die 3-Finger-Konstruktion können die Ski gut gehalten bzw. getragen werden und auch z.B. ein Reißverschluss geöffnet oder die Schnalle des Helmes geschlossen werden.

Am Handgelenk können sie mittels eines breiten Klett-Nylonbandes in der Weite reguliert werden, so dass weder Kälte noch Schnee eindringen können. Mittels eines großen Karabiners und zwei stabilen Metallösen können die Handschuhe verbunden und z.B. an einer Gürtelschlaufe oder am Rucksack befestigt werden.
Der extra-lange Schaft überlappt den Ärmelabschluss bei weitem und hält somit den Wind ab und verhindert das Eindringen von Schnee bei Schürzen, einer Schneeballschlacht oder aber einer Rodeltour.

Der Handschuh verfügt über einen sehr weichen und wärmenden Innenhandschuh aus Fleece. Dieser wird ca. 3-4 cm vor Schaftende mittels einem sehr stark haftendem Klettverschluss im Außenhandschuh befestigt. Dass der Innenhandschuh heraus genommen werden kann, hat mehrere Vorteile. Erstens kann er so separate getrocknet werden. So trocknet er vollständig und schneller.
Zweitens hat es den Vorteil, dass die Finger des Innenhandschuhes – einmal feucht geworden und nach innen gestülpt – ganz einfach wieder in ihre Position gebracht werden können.
Der Innenhandschuh ist als Fingerhandschuh (5-Finger) gefertigt. So ist jeder Finger einzeln warm eingepackt und zumindest drei davon nochmal im Außenhandschuh zusammen gefasst.
Jeder Handschuh ist mit einem ca. 1 cm breiten Band ausgestattet, an dessen Ende eine Gummischlaufe angebracht ist. Diese kann um das Handgelenk getragen werden. Dadurch können die Handschuhe bei Bedarf ausgezogen werden, ohne dass sie herunter fallen oder festgehalten werden müssen. Gerade auch im Sessellift ist dies von großem Vorteil, weil da die Gefahr, dass der Handschuh dann weg ist, wenn er herunter fällt, besonders groß ist.
Am Schaftende können die Handschuhe zusätzlich mittels Kordelstopper in der Weite reguliert werden.

Die Handschuhe sind absolut winddicht. Die Wasserdichtigkeit konnte (zum Glück dank guten Wetters) nicht bis zur letzten Konsequenz getestet werden. Schnee konnte ihm jedenfalls nichts anhaben.
Auch bei deutlichen Plusgraden und einigem körperlichem Einsatz beim Alpinskifahren wurde es nicht zu warm in den Handschuhen.
Die Wärmeleistung war gut. Als Frau mit schnell frierenden Händen, galt das, was immer gilt auch hier:
Wenn die Hände kalt sind, ist es sehr schwer, diese im Handschuh wieder warm zu bekommen. Dies ist allerdings eine Frage der Durchblutung und nicht der Wärmeleistung des Handschuhs. Sind die Hände aber mal warm, so werden sie durch die Handschuhe auch bei -10 Grad und Abfahrtswind schön warm gehalten.

Pro / Contra

Die Handschuhe sind warm, atmungsaktiv, wasser- und windabweisend. Das Echtleder ist sehr weich und geschmeidig. Die herausnehmbaren Innenhandschuhe aus Fleece sind sehr weich und können getrennt getrocknet werden. Die langen Schäfte verhindern das Eindringen von Kälte und Schnee.
Das weiße Leder verfärbt sich leicht, wenn es z.B. mit Flugrost an den Skikanten oder ähnlichem in Berührung kommt. Durch erneutes Einfetten sind die Verfärbungen allerdings wieder verschwunden.

Fazit

Der Hestra Army Leather Heli Ski Handschuh für ca. 110 Euro im Schnitt ist ein warmer, wasser- und winddichter 3-Finger-Skihandschuh mit langem Schaft und Echtlederbesatz. So bleiben die Finger warm, auch bei feinmotorischerer Betätigung. Die Handschuhe sind mit einem Band um Armschlaufen versehen, damit sie nicht verloren gehen.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat. Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

Hattest du auch schon mal 3-Finger-Handschuhe an? Was ist deine Meinung dazu? Hinterlasse doch einfach einen Kommentar.


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