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Sunday Afternoons Adventure Mesh Cap – Schutz für den Kopf

Sunday Afternoons Adventure Mesh Cap - Schutz für den KopfMützen, Kappen oder sonstige Kopfbedeckungen gibt es unzählige. Dabei muss eine optisch hervorstechende Kopfbedeckung nicht gleichzeitig individuell sinnvollen Erfordernissen genügen. Während dem einen eine aussagekräftige Optik wichtig ist, achten andere mehr auf den Nutzen und den Komfort einer entsprechenden Kopfbedeckung.
Als Tester von Outdoor-Produkten liegt unser Augenmerk in erster Linie in den Funktionen einer Kopfbedeckung und deren Tragekomfort. Hierfür hatten wir aktuell die Adventure Mesh Cap vom Hersteller Sunday Afternoons, mit Sitz in Talent/Oregon, USA, im Test.

Sunday Afternoons Adventure Mesh Cap - Schutz für den Kopf

Facts

Thema Info
Material Hauptbestandteil: Nylon | Belüftungseinsätze: Mesh
Größen Einheitsgröße, verstellbar
Farben Captain´s Navy, Chaparral oder Jewel Green
Gewicht 51,3 g
Preis 34 US-Dollar

Sunday Afternoons Adventure Mesh Cap - Schutz für den Kopf

Erster Eindruck und Verarbeitung der Sunday Afternoons Adventure Mesh Cap

Sofort beim Auspacken fielen das sehr geringe Gewicht sowie die Weichheit und Flexibilität positiv auf. Wir hatten die Mütze in der Farbe Captain´s Navy, also in blau. Blau ist hier jedoch nur die Hauptfarbe, die vom Mützenschild quer über den Kopf bis zum Verstellband am Hinterkopf reicht. Die rechts und links eingearbeiteten Mesh-Belüftungseinsätze sowie das entlang der gesamten Hutkrempe innen befindliche Schweißband sind schwarz. Das Logo des Herstellers Sunday Afternoons an der Stirnseite ist rot, die Unterseite des Schildes dunkelgrau. In der Gesamtheit gehen die Farben derart ineinander über, dass die Mütze schlicht aber schick daherkommt und kaum Ergänzungen oder Kontraste in der sonstigen Bekleidungsfarbgebung fordert.

Die Mütze wurde augenscheinlich aus mehreren Einzelbestandteilen genäht. Hierbei fällt die an allen Stellen sehr saubere und stabile, aber dennoch weiche Nahtverarbeitung auf. Die Übergänge von einem Teilabschnitt zum nächsten sind sehr flüssig und weisen kaum bis keine Erhabenheit auf.

An der Stirnseite sowie am Hinterkopf befindet sich jeweils rechts und links ein kleines Mutterstück eines Plastikdruckknopfes, der sich an entsprechenden Stellen des Nackenschutzes befindet, womit dieser leicht angebracht oder wieder abgenommen werden kann. Obwohl dies sehr einfach, selbst mit aufgesetzter Mütze vollzogen werden kann, ist bei angebrachtem Nackenschutz eine ordentliche Verschlussstabilität vorhanden. Wobei Nackenschutz vielleicht irreführend daherkommt. Die Länge des vorhandenen Nackenschutzes reicht von der Hutkrempe bis zum Trapezübergang, was quasi den Halsbereich zwischen Kopf und Nacken umfasst und daher dem vom Hersteller als solchen bezeichneten “Halsumhang” am ehesten entspricht.

Lediglich in der Formgebung wirkt die Mütze beinahe zu leger. Obwohl alle Mützenbestandteile beinahe perfekt ineinander überzugehen scheinen, mangelt es dennoch an einem weitestgehend symmetrischen Sitz der Mütze, zumindest am Schild. Da dies sicherlich fehlenden Verstärkungsnähten und Formgebungsmaterialien (Plastik, Karton) geschuldet ist, können wir gerne auf diese rein optische Einschränkung hohen Niveaus verzichten, weil ohne diese Verstärker die Mütze sehr viel bequemer zu tragen ist.

Praxistest

Insbesondere dann, wenn man ohnehin Mützenträger ist, fällt bereits beim ersten Tragen der leichte und weiche Sitz der Mütze auf. Die Mütze hatte mit der gelieferten Weiteneinstellung bereits gepasst. Dazu trägt sicherlich das teilweise Gummiband-Stück am Verstellband, das sich am Hinterkopf befindet, bei. Sollte die Mütze dennoch zu weit oder zu eng sein, lässt sich die Weite stufenlos am Verstellband anpassen. Durch die Möglichkeit, dieses Verstellband über einen Schnellverschluss zu öffnen, wird die Weiteneinstellung noch vereinfacht.

Die Adventure Mesh Cap ist groß genug, um den Kopf sauber zu umschließen, ohne hierbei mit der Krempe auf den Ohren aufzusitzen, was das Angenehme beim Tragen der Mütze verstärkt.

Die Mütze wurde bei beinahe allen Gelegenheiten getragen, bei denen das Tragen einer Mütze nicht unangepasst erscheint. Die Tragezeiten umfassten ganze Tage sowie nahezu alle Witterungsvarianten. Hierbei wurde die Mütze sowohl bei der Arbeit und Zuhause, wie auch beim Einkaufen oder den Hunde-Gassi-Gängen getragen. Lediglich bei Arbeiten am Auto oder am Motorrad wurde zu einer Arbeitsmütze gewechselt. Dies jedoch lediglich, um die Adventure Mesh Cap nicht unnötig zu beschmutzen.

Bei hohen Temperaturen zeigten die Mesh-Belüftungseinsätze ihre wahre Bestimmtheit: unter die Mütze gelangte eine angenehme Kühle, die beinahe das Gefühl vermittelten, als würde gar keine Mütze getragen. Wenn dann noch eine leichte abkühlende Brise vorhanden war, hatte man den Eindruck, als würde der eindringende Luftzug durch die Belüftungseinsätze zusätzlich gekühlt. Spannungen, die regelmäßig aufkommen, wenn einem die Sonne auf den Rücken brennt, ließen sich durch den Nackenschutz komplett beseitigen. Durch die Leichtigkeit des Nackenschutzes sowie der Schattenwirkung, kam auch hier das Gefühl von angenehmer Kühlwirkung auf.

Dieser kühlend wirkende Eindruck wurde beim Übergang zu dann kälter werdenden Jahreszeit jedoch umso deutlicher. Dadurch, dass die Mütze ohnehin recht dünn und leicht ist, scheint ein möglicher Kälteschutz kaum vorhanden, was bei Temperaturen unter ca. 10°C zur Geltung kommt, sicherlich aber auch abhängig von vorhandener Haupthaardichte.

Die Mütze ist lange genug wasserabweisend, dass bei mäßigem Regen der Eindruck einer vollwertigen Dichtheit entsteht. Wenn der Regen dann aber stärker wird, dringt doch Feuchtigkeit unter die Mütze, beginnend an den Mesh-Belüftungseinsätzen. Wenn die Mütze dann aber einmal feucht geworden ist, ist sie auch sehr schnell wieder getrocknet.

Generell ließ sich feststellen, dass die Mütze sehr angenehm zu tragen war. Sie hat eine optimale Passform, die für einen sicheren Halt sorgt und ist dennoch leicht und flexibel genug, um ein dauerhaftes Tragen zu ermöglichen. Das Mützenschild ist gerade lange genug, um eine Sonnen-/Regenschutzwirkung zu erreichen und gleichzeitig nicht das Blickfeld nach vorne oben zu sehr einzuschränken.

Pro / Contra

Pro

  • sehr leicht
  • sehr weich und flexibel
  • angenehm kühlend
  • Nackenschutz abnehmbar
  • wasserabweisend

Contra

  • keine Mütze für Kälte und Regen

Fazit

Die Adventure Mesh Cap von Sunday Afternoons erfüllt ihren Zweck schwerpunktmäßig an warmen und heißen Sommertagen. Dort nämlich wirkt ihre tatsächlich kühlende Wirkung besonders. Und auch der abnehmbare Nackenschutz lässt Outdoor-Tätigkeiten mit der Sonne im Rücken angenehmer werden. Ein vielleicht dann auftretender leichter Sommerregen kann der Mütze noch nicht viel anhaben. Hier schützt sie den Träger durch ihre wasserabweisende Wirkung und dem Mützenschild. Einzig stärkerer Regen und Kälte lassen die Adventure Mesh Cap an ihre Grenzen geraten, was jedoch bei den meisten Mützen dieser Art der Fall ist. Der Preis von 34 US-Dollar scheint durchaus angemessen, obgleich hier natürlich internationale Versandkosten hinzu kämen. Es lassen sich im Internet jedoch Shops finden, die die Mütze ebenfalls anbieten, und ihren Sitz im Bundesgebiet haben. Die Mütze in Jewel Green war hierbei für günstige 24,90 Euro zu finden.

Wer nun also eine ideal kühlende Sommermütze sucht, die auch noch sehr angenehm dauerhaft zu tragen ist, dem sei die Adventure Mesh Cap von Sunday Afternoons wärmstens zu empfehlen.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat. Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.
Sunday Afternoons Adventure Mesh Cap - Schutz für den Kopf

Harry

Zuständig für die Bereiche Hundesport, Walking und Inline-Skating.

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