Fahrradtaschen Radfahren Testbericht

Ortlieb Packing Cubes for Panniers – alles gut sortiert

Ortlieb Packing Cubes for Panniers - alles gut sortiert Wer einmal mit großen Seitentaschen auf einer Radreise war, kennt das Problem: In den Taschen herrscht ein reges Durcheinander an Klamotten und anderen Utensilien. Genau das Teil, das man während der Fahrt mal eben benötigt, ist unauffindbar in den Weiten der Tasche verschollen.
Ortlieb bringt mit den Packing Cubes ein leichtes Organisationsset speziell für Fahrradtaschen auf den Markt. Wir sind gespannt, ob dadurch mehr Ordnung in unseren Taschen herrscht.

Ortlieb Packing Cubes for Panniers - alles gut sortiert

Facts

Thema Info
Material Nylon
Volumen 17 Liter gesamt (2 x 6 L; 1x 5 L)
Gewicht 320g
Größe Breite unten: 32 cm | 12.6 inch
Breite oben: 23 cm | 9 inch
Höhe: 40 cm | 15.7 inch
Tiefe:  16 cm | 6.3 inch
Preis 39,99 Euro

Erster Eindruck und Verarbeitung

Geliefert werden die Packing Cubes in einem Karton, auf dem die wichtigsten Informationen aufgedruckt sind. Hat man die Taschen das erste Mal in der Hand, fällt direkt auf wie leicht sie sind. Mit insgesamt nur 320 g muss man nicht lange überlegen, ob man sie mitnimmt auf die Reise.

Die Nähte der Taschen sind allesamt ordentlich verarbeitet und es können keine Produktionsfehler festgestellt werden. Die Zwei-Wege-Reißverschlüsse laufen ordentlich und ohne zu haken.

Die Innentaschen sind speziell für die Back Roller Modelle produziert, passen aber auch in den Velo-Shopper oder den Bike-Packer. Da es sich um ein modulares System handelt, können die Taschen auch einzeln verwendet werden. Sie lassen sich ebenso gut in einem normalen Koffer, als Organisationstaschen oder Kulturbeutel verwenden.

Das Produkt hat das “Ortlieb Cares” Siegel, was für ein nachhaltig produziertes Produkt steht. „Made in Germany“ ist ORTLIEBs Markenversprechen für hochwertige Qualität, regionale Arbeitsplätze, umweltschonende Produktion und respektvolles Miteinander.

Praxistest

Das Organisationsset besteht aus drei unterschiedlichen Taschen. Zwei Taschen haben das Volumen von 6 Litern und eine Tasche hat 5 Liter Volumen. Richtig angeordnet, mit der kleinsten Tasche nach unten, passen sie perfekt in die Back Roller Taschen.

Jede der drei Taschen ist etwas unterschiedlich aufgebaut. So hat die oberste Tasche eine Schlaufe hinten in der Mitte, um die Tasche leicht heraus zu ziehen oder sie danach im Zimmer an einen Haken zu hängen. Der Reißverschluss ist oben mittig aufgesetzt. Da die Tasche ganz oben ist, kann so direkt etwas heraus geholt werden, ohne dass die Tasche aus dem Back Roller entnommen werden muss. In der Tasche ist ein Netzfach, das für zusätzliche Ordnung sorgt.

Die mittlere Tasche hat ebenfalls eine Schlaufe. Die Besonderheit hier ist, dass der Reißverschluss oben um den gesamten Deckel umlaufend zu öffnen ist und der Deckel dann aufgeklappt werden kann. So können hier problemlos größere Gegenstände untergebracht werden. In dieser Tasche ist sowohl im Deckel, als auch in der Tasche noch ein zusätzliches Mesh-Fach eingearbeitet.
Die kleinste und unterste der drei Taschen hat den Reißverschluss, wie bei der obersten Tasche, obenauf mittig. Im Innern ist sowohl ein Mesh-Fach, als auch ein Nylonfach abgetrennt. Diese Tasche hat die Besonderheit, dass zwei Henkel oben an der Tasche angebracht sind, um die Tasche zu tragen. Sie eignet sich dadurch besonders gut als Kulturbeutel. Es macht auch Sinn die schweren Sachen, wie Duschgel und Shampoo, unten in einer Radtasche zu lagern, zwecks Balance auf dem Rad.
Alle drei Taschen haben noch jeweils eine Netztasche an der Außenseite angebracht.

Ich hatte den perfekten Vergleich, ob es sich mit den Packing Cubes leichter leben lässt auf einer Radreise. Meine erste Radreise dieses Jahr nach Wien, habe ich nur mit den Back Roller Plus Taschen ohne Packing Cubes bestritten. Die zweite Radreise durch den Schwarzwald, durfte ich dann mit den Packing Cubes antreten.
Der Testbericht zu den Back Roller Plus Taschen lässt sich hier nachlesen:
https://www.outdoortest.info/ortlieb-back-roller-plus/

Meine Erfahrung spricht ganz klar für die Packing Cubes. Als ich sie nicht dabei hatte, war ich abends ständig am Rumwühlen in den Taschen, da ich sie für eine Nacht nicht ausräumen wollte. Schnell gefunden habe ich die wichtigen Sachen dann aber selten direkt. Mit den Packing Cubes kann man ganz leicht mit System die Sachen sortieren und hat schnellen Zugriff darauf. Die unterste Tasche habe ich immer als Kulturbeutel verwendet. Was ich auch als sehr praktisch empfand, dass die schmutzige Wäsche mit den Cubes von der sauberen getrennt werden kann, ohne dass man Plastiktüten mitnehmen muss. Für mich war die perfekte Variante in einer Seitentasche die Packing Cubes zu haben und dort die kleineren Gegenstände, Unterwäsche und Werkzeug zu verstauen und die andere Seitentasche ohne Cubes mit den großen Klamotten und Vesper zu befüllen.

Pro / Contra

Pro

  • Zwei-Wege-Reißverschlüsse
  • leicht
  • einzeln verwendbar
  • Aufhängeschlaufen und Henkel
  • Viele Mesh-Fächer

Contra

Fazit

Mit den Packing Cubes von Ortlieb ist definitiv Finden statt Suchen angesagt. Die drei leichten Organisationstaschen bringen mit vielen Netz-Fächern Ordnung in jede Fahrradtasche. Praktische Details wie Zwei-Wege-Reißverschlüsse und Aufhängeschlaufen erleichtern dem Radler den Umgang mit seinem Gepäck auf der Radreise.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat. Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

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