Daunenjacken Jacken Kunstfaserjacken Testbericht

Red Fox Prizm Insulator jacket women’s

Die Wahl zwischen Primaloft und Daune scheidet häfuig die Geister. Daune hat hervorragende Isolationseigenschaften bei sehr geringem Gewicht und toller Komprimierbarkeit. Es ist ein Naturprodukt, das allerdings feuchtigkeitsanfällig ist.
Primaloft ist die Kunfstfaseralternative. Ebenfalls leichts und wärmend und gut komprimierbar, ist es feuchtigkeitsunempfindlich.

Hier wurde von Red Fox die Prism Insulator jacket für die Damen getestet, die beides vereint.

Red Fox Prizm Insulator jacket women’s

Facts

Thema Info
Material Shell: 100% Polyester Ripstop, 20/50 D, 45 g/sqm. | Insulation: Downproof by construction, DWR Primaloft® silver insulation down blend, Primaloft® gold ACTIVE®, 60 g/sqm synthetic fiber insulation | Lining: 100% Nylon Taffeta, 30/30 D, 47 g/sqm, downproof by construction, WR
Größen XS-XL
Farben red, blue, grey
Preis UVP: 210,00 €
HerstellerbeschreibungDie körperbetont geschnittene Jacke cann unter eine andere Jacke getragen werden als Midlayer oder auch als Solo-Jacke. Während der Körper mit Primaloft Down silver isoliert ist, sind die Seitenpanele mit Primaloft Gold Acitve gefüllt und erlauben es, diese unwattiert und mit geringer Dichte zu lassen. Beide Isolationsmaterialien verlieren ihre isolierende Wirkung nicht, wenn sie feucht werden während einer Klettertour. Die Jacke überzeugt durch ein hervorragendes Wärme-Gewichts-Verhältnis.

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Nähte sind sauber, es stehen keine Fäden ab und die Reißverschlüsse laufen ohne zu haken.
Waschbar bei 30 Grad mit einem milden Waschmittel, nicht schleudern und kein Bleichmittel verwenden.

Praxistest

Die Daunenjacke wurde im Herbst und Winter 2016/2017 in der Freizeit und beim Sport getragen.
Die ersten Einsätze waren bei ungemütlichem Novemberwetter, nasskalt und mit ersten Schneeschauern.
Dann wurde sie im Winter je nach Temperatur und Bekleidung darunter, Solo als Jacke oder aber auch als super warmer Midlayer beim Skifahren unter einer Hardshelljacke getragen. Auch beim Schneeschuhwandern kam sie zum Einsatz.

Die Jacke, hier in silbergrau getestet, ist optisch bereits ein Hingucker. Die Form an sich ist zwischenzeitlich ja “in” und gerade auch unter den Primaloftjacken verbreitet.
Der graue Stoff ist ganz fein kariert. Dies fällt erst auf, wenn man genauer hinschaut. Trotzdem verleiht dies der Jacke optisch mehr Struktur, so dass sie nicht nur durch die Daunenabsteppung geringelt ist.
Die Steppung ist an Brust und Rücken im 2-3 cm Abstand waagrecht angebracht. Auf den Schultern ist sie diagonal angebracht. Unter den Achseln und an der Seite unter den Armen fehlt sich gänzlich um hier nicht zu dick aufzutragen und Reibung zu vermeiden. Insgesamt ist die Jacke durch die Abnäher angenehm aufgeteilt und es verleiht ihr eine kleidsame Form. Grundsätzlich ist sie gerade und kurz geschnitten. Dies sieht hipp aus und ist als Midlayer unter auch eher kurz geschnittenen Hardshelljacken ein Plus. Je nach Aktivität könnte sie ein Stück länger sein, damit nicht die empfindliche Nierenpartie dann doch im Freien ist. Für aufrechten Gang ist sie jedoch lang genug, zumal sie hinten am Rücken dezent ein wenig länger geschnitten ist als vorne.

Das Innenfutter sticht mit einem strahlenden königsblau deutlich hervor. In getragenem Zustand ist die Kontrastfarbe allerdings rot. Der Frontreißverschluss sowie nur ein Reißverschluss einer Einschubtasche und die Stofflaschen (Zipper) an den Reißverschlüssen sind rot. Der zweite Reißverschluss an der anderen Einschubtasche ist grau. Zwischen den Schulterblättern ist noch eine rote Stickerei angebracht.
An den Ärmeln, die von angenehmer Länge sind, sind ebenfalls rote Elasthanbündchen eingearbeitet. Diese sorgen für einen guten Ärmelabschluss, der Wind und Kälte nicht herein lässt.
Der untere Saum kann im hinteren Bereich in der Weite mit einem innenliegenden Kordelzug mit Kordelstopper reguliert werden. Die dezente und unsichtbare Verstauung der Kordel ist aufwendig und Schlau gelöst, denn das jeweilige Ende wird an einer Innennaht nach oben geführt, so dass es beim enger Zurren nicht unten aus der Jacke heraus schaut. Dass lediglich hinten gerafft werden kann hat den Vorteil, dass die Jacke dadurch vorne nicht bauschiger wird und mehr aufträgt.

Links befindet sich eine kleine Reißverschlusstasche innen für Wertgegenstände.

Der kleine Stehkragen ist ebenfalls warm wattiert und isoliert gut.
Für den Geschmack der Testerin könnte er ein klein wenig höher sein, aber er entspricht der Kragenhöhe anderer Modelle gleichen Schnitts.

Die Jacke ist teilweise mit Daunen gefüttert bzw. isoliert. Daune hat ganz hervorragende Wärmeeigenschaften. Sie ist sehr leicht, kann toll komprimiert und dann wieder luftig aufgeschüttelt werden, ist geruchshemmend und isoliert ganz hervorragend.
Der entscheidende Nachteil von Daune ist die rasch nachlassende Isolationsfähigkeit bei Feuchtigkeit und Nässe. Zudem trocknet sie dann nur langsam und muss wirklich sorgfältig getrocknet werden, damit sie nicht im schlimmsten Fall anfängt zu schimmeln. Der Hersteller gibt an, dass entstehende Feuchtigkeit die Isolationsleistung nicht beeinträchtigt.

Als die Jacke für eine Schneeschuhwanderung getragen wurde, hätte die bisherige Beeinträchtigung von Daune zum Problem werden können. Während dem Aufstieg war sie ganz hervorragend bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Natürlich wurde geschwitzt, aber aufgrund der Funktionswäsche wurde dies nicht als unangenehm empfunden. In der Mittagspause, als die Jacke ausgezogen wurde, war der Rückenbereich unter dem Rucksack deutlich feucht. Da die Sonne schien und wir unter einem Heizpilz (Entschuldigung Umweltschutz) saßen, trocknete das Jackeninnere in der Sonne und die Testerin unter dem Heizpilz. So ging es trocken und warm an den Abstieg.

Beim Skifahren, wo in der Regel zwar auch aber nicht so nachhaltig geschwitzt wird, war die Daunenjacke wirklich eine tolle Isolationsschicht und mit einer Skiunterwäsche völlig ausreichend mit Hardshelljacke bis -10 Grad.

Pro / Contra

Die kurz geschnittene Daunenjacke ist leicht, angenehm zu tragen, gut komprimierbar, hat super Isolationseigenschaften und wärmt sehr gut. Sie hält Wind und Kälte fern.

Lediglich bei starker Transpiration oder aber anhaltender Feuchtigkeit von außen leiden die tollen Eigenschaften von Daune schnell und nachhaltig. Dies ist allerdings kein Produktmangel, sondern die Eigenschaft des Naturmaterials Daune.

Fazit

Die Prism Insulator jacket women’s von Red Fox für 210 Euro ist eine kurz geschnittene, leichte Daunenjacke mit Stehkragen und tollen farblichen Akzenten ohne bunt zu wirken. Sie wärmt zuverlässig und ist gut komprimierbar.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat. Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

Nun würde uns aber mal deine Meinung zu der Red Fox Prism Insulator jacket interessieren. Diese gibt es ja auch für die Herren, die sich natürlich auch zu Wort melden dürfen.


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