Es ist wieder soweit: Der Frühling steht vor der Tür und damit auch die Zeit für neue Messer-Tests. Diesmal habe ich das Camp- und Outdoormesser D2 mit Desert-Micarta-Griff von Herbertz unter die Lupe genommen. Wenn schon „Outdoor“ im Namen steckt, ist das Messer wie gemacht für unseren Blog, und natürlich perfekt für mich als Bushcraft-Fan.
Facts
| Thema | Info |
|---|---|
| Material | Stahl: D2 Griff: Micarta Gewebe (Canvas/Leinen) + Kunstharz verpresst Scheide: Leder |
| Farben | Klinge: Stahl poliert (silber) Griff: Mitelbraun |
| Gewicht | Messer: 249g mit Scheide: 315g |
| Maße | Klingenlänge: 17,3 cm Klingenstärke: 4 mm Grifflänge: 12,5 cm Gesamtlänge: 29.8cm |
| Härtegrad | ca. 60 HRC |
| Gürtelaufnahme | Lederschlaufen |
| Preis | 99€ |
Erster Eindruck und Verarbeitung
Mein erster Eindruck beim Auspacken des Camp- und Outdoormessers D2 mit Desert-Micarta-Griff von Herbertz: Es wirkt überraschend groß – tatsächlich das größte Messer, das ich bisher beim Outdoor- oder Bushcraft-Einsatz dabeihatte. Gleichzeitig fällt sofort auf, wie leicht es ist. Gerade wenn man etwas Erfahrung mit Outdoormessern hat, wirkt das Gewicht im Verhältnis zur Größe fast schon ungewöhnlich gering.
Im Vergleich zum Milan MIX IT von Greifs, das ich bereits getestet habe, bringt das Herbertz-Messer trotz einer rund 3 cm längeren Klinge sogar ein Gramm weniger auf die Waage.

Klinge
Das liegt vermutlich an der relativ dünnen Klingenstärke von 4 mm, die sich – typisch für Herbertz – recht schnell verjüngt. Bei den meisten „Survival“-Messern bleibt die Klinge zunächst auf voller Stärke und wird erst nach ein bis zwei Zentimetern zur Schneide hin dünner.
Nicht so beim Camp- und Outdoormesser: Hier beginnt die Verjüngung praktisch sofort und läuft gleichmäßig bis zur Schneide hin aus – und das sehr fein, nahezu auf null.
Das hat definitiv Vorteile, bringt aber – wie der Praxistest gezeigt hat – auch einige Nachteile mit sich. Ein klarer Pluspunkt ist das Nachschärfen: Durch die dünne Schneidfase von etwa 2 mm lässt sich die Klinge sehr schnell und effizient wieder auf Schärfe bringen.



Die Klinge besteht aus D2-Stahl, ein hochlegierter, rostträger (aber nicht rostfreier) Werkzeugstahl, der aufgrund seiner hervorragenden Verschleißfestigkeit, Schnitthaltigkeit und Härte bei Outdoor- und Jagdmessern sehr beliebt ist. Die Härte verdankt der Stahl dem relativ hohen Kohlenstoffgehalt (ca. 1,5 %), die Rostträgheit dem Chromanteil von etwa 12 %. Da der Stahl nur rostträge ist, empfiehlt es sich, die Klinge regelmäßig zu ölen. Ich verwende immer Ballistol, da es biologisch abbaubar ist und lebensmittelecht ist. D2 erreicht durchschnittlich eine Härte von 60–62 HRC. HRC ist eine Maßeinheit zur Bestimmung der Härte von Stahl. Je höher die Zahl, desto härter ist der Stahl – das heißt: er bleibt länger scharf. Er ist relativ hart und bleibt daher auch bei gröberem Einsatz lange scharf, lässt sich aber dennoch gut nachschärfen.
Lederscheide
Die Lederscheide ist nicht ganz mein Stil – ich bevorzuge eher eine taktische Lösung, hier wäre mir eine Kydexscheide deutlich lieber gewesen. Nichtsdestotrotz ist die Lederscheide schön dezent gehalten, ohne unnötig viel Material, und erfüllt ihren Zweck.
Sie verfügt über eine Schnalle mit Druckknopf, die das Messer sicher an Ort und Stelle hält. Einen Nachteil kann ich aber schon vorab nennen: Man benötigt beide Hände, um das Messer wieder einzustecken. Die Klinge ist so lang, dass man mit dem Zeigefinger nicht bequem an die Schlaufe kommt, um sie wegzudrücken. Tut man das nicht, läuft man Gefahr, die Schnalle Stück für Stück abzuschneiden.
Der Sicherheitsaspekt überwiegt für mich hier dennoch klar: Wenn ich im Wald unterwegs bin, beim Lagerbau arbeite oder zusätzlich Ausrüstung trage und vielleicht sogar stürze, möchte ich weder das Messer verlieren noch riskieren, mich ernsthaft zu verletzen.
Praxistest
Was ich direkt von Anfang an getestet habe, ist die Schärfe und wie sich das Messer in der Küche bewährt. Wer auf seinen Touren kochen möchte, ist froh, ein Messer dabeizuhaben, das wirklich sauber schneidet. Damit meine ich das tatsächliche Schneiden – viele meiner anderen Outdoormesser sind zwar scharf, spalten einen Apfel aber eher, als ihn fein zu schneiden.
Die Klingenform hat mir allerdings sofort verraten, dass sich dieses Messer auch hervorragend als Küchenmesser beim Campen eignet. Es ist zwar recht groß, aber gleichzeitig relativ leicht und dadurch sehr angenehm in der Outdoorküche zu nutzen.
Das Camp- und Outdoormesser D2 kommt sehr scharf ab Werk und bleibt auch nach längerer, normaler Nutzung erfreulich schnitthaltig.
Der Desert-Micarta-Griff liegt sehr gut in der Hand und hat eine durchdachte Form. Nach vorne hin bietet er einen ausgeprägten Schutz, sodass man nicht versehentlich in die Klinge rutscht. Gleichzeitig ist der Griff am Ende leicht ausgezogen, sodass auch der kleine Finger sicher Platz findet – das sorgt dafür, dass das Messer beim Schwingen nicht nach vorne aus der Hand rutschen kann.
Die halbrunde Mulde direkt vor dem Griff ermöglicht es zudem, weiter vorne zu greifen. Dadurch erhält man deutlich mehr Kontrolle, zum Beispiel beim präzisen Schnitzen.
Dann kam der eigentliche Härtetest: eine Royal-Ranger-Holzaktion. Dabei geht es darum, gefällte Bäume mit etwa 10–15 cm Durchmesser aus dem Wald bis zum Weg zu tragen. Der Motorsägentrupp entastet zwar das Gröbste, lässt aber immer wieder etwas stehen – vor allem Äste, die unter dem Stamm liegen. Genau hier kam das Camp- und Outdoormesser D2 zum Einsatz.
Und tatsächlich: Die Länge des Messers ist dafür wie gemacht. Auch nach vielen Schlägen blieb es zunächst erstaunlich scharf und glitt gut durch das Holz – hauptsächlich Fichte. Selbst die Baumkrone mit etwa 5 cm Durchmesser ließ sich mit ein paar gezielten Hieben relativ schnell durchtrennen.
Ein paar Stunden später fiel mir dann allerdings auf, dass die Klinge nicht mehr ganz so scharf war wie zuvor. Bei genauerem Hinsehen wurde auch sofort klar, woran das lag: An der Schneide war ein Stück von etwa 10 x 5 mm ausgebrochen.


Das ist natürlich kein gutes Zeichen für Herbertz. Ja, ich bin mit dem Messer relativ grob umgegangen – allerdings nicht anders als mit meinen anderen Outdoormessern.
Tatsächlich macht genau diese dünne und lange Klinge die Arbeit zunächst extrem angenehm. Es fühlt sich fast so an, als wäre sie genau für solche Aufgaben gemacht, und man kommt sehr effizient voran.
Aber genau diese beiden Eigenschaften – die Länge und die vergleichsweise dünne Klinge, die zudem bis auf null verjüngt – wurden dem Camp- und Outdoormesser D2 letztlich zum Verhängnis.
Die Philosophie hinter Herbertz wird auch im Unternehmen selbst betont. Geschäftsführer Lars Horsch sagt im Interview:
„Unsere Produkte sind von Natur aus langlebig und damit per se nachhaltig.“
Das passt grundsätzlich gut zum Anspruch eines Outdoormessers, das über viele Jahre genutzt werden soll. Gleichzeitig zeigt mein Praxistest, dass die Langlebigkeit stark vom konkreten Einsatzzweck abhängt – insbesondere bei anspruchsvollen Arbeiten wie intensiver Holzbearbeitung.
Das ist jedoch nicht die Regel bei Herbertz. So durfte ich beispielsweise auch das Herbertz Skadi II GR testen und war hier deutlich begeisterter von der Stabilität und Schnitthaltigkeit. Am Ende soll dieser Test genau das herausstellen: Herbertz-Messer können langlebig sein, die Belastbarkeit hängt aber stark vom Modell und Einsatzbereich ab.
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Da ich mich mit diesem Ergebnis nicht zufriedengeben wollte – auch weil offensichtlich grobe Arbeiten ein Problem darstellen und ich der Meinung bin, dass Probleme dazu da sind, gelöst zu werden – habe ich den Praxistest weitergeführt.
Diesmal bin ich die Sache ebenfalls grob, aber deutlich kontrollierter angegangen. Und siehe da: So lässt sich mit dem Camp- und Outdoormesser D2 durchaus arbeiten. Beim kontrollierten Batoning, also wenn man mit einem stabileren Holzstück auf den Messerrücken schlägt und die Klinge sauber ansetzt, lässt sich Holz problemlos spalten – selbst Hartholz mit Astlöchern.
Natürlich ist es bei der Klingenlänge etwas schade, dass sich das Messer nicht sinnvoll zum Hacken eignet. In diesem Zusammenhang hätte die Klinge auch gut 2–3 cm kürzer sein können. Dafür zeigt das Camp- und Outdoormesser D2 seine Stärken genau dort, wo viele klassische Bushcraft-Messer eher ungeschickt sind.






















Pro/Contra
Pro:
- Bleibt lange scharf und lässt sich dennoch leicht nachschärfen
- Perfekter, sehr ergonomischer Griff
Contra:
- Für grobe Arbeiten zu empfindlich
- Dadurch wirkt die Größe im Verhältnis zur tatsächlichen Belastbarkeit etwas überdimensioniert
Fazit
Das Camp- und Outdoormesser D2 von Herbertz ist ein spannendes Messer mit klaren Stärken, aber auch ebenso klaren Grenzen. Besonders überzeugt haben mich die sehr gute Schärfe, die hohe Schnitthaltigkeit im normalen Gebrauch sowie die angenehme Handhabung. Die dünn ausgeschliffene Klinge macht sich vor allem bei feinen Arbeiten und in der Outdoorküche bemerkbar – hier spielt das Messer seine Stärken voll aus und sieht auch gut aus.
Gleichzeitig zeigt der Praxistest aber auch deutlich, dass genau diese Geometrie ihre Schwächen hat. Bei härteren Arbeiten wie Schlägen ins Holz oder intensiver Beanspruchung stößt die Klinge an ihre Grenzen, was im schlimmsten Fall – wie bei mir – zu einem Ausbruch an der Schneide führen kann.
Der Griff aus Desert Micarta liegt hervorragend in der Hand und sorgt für Kontrolle und Sicherheit, während die Lederscheide funktional ist, auch wenn sie nicht ganz meinem persönlichen Geschmack entspricht.
Unterm Strich ist das Messer kein klassisches „Hard-Use“-Outdoorwerkzeug, sondern eher ein schneidfreudiger Begleiter für Touren, bei denen präzises Arbeiten und eventuelle Kochen im Vordergrund stehen. Wer das berücksichtigt, bekommt ein leistungsfähiges Messer – wer jedoch ein robustes Werkzeug für grobe Arbeiten sucht, sollte sich eher nach einer stabileren Alternative umsehen.
Interview
von Geschäftsführer Lars Horsch durch die Agentur Citybeam Communications
Die Herbertz GmbH gehört zu den führenden Anbietern in Europa für Schneidwaren, Sport-, Lifestyle- und Haushaltsprodukte. Das Unternehmen wurde 1868 in Solingen gegründet. Neben der erfolgreichen Eigenmarke Herbertz bietet die Firma unter anderem auch Produkte der weltbekannten Hersteller Opinel, Marttiini, Morakniv, Thermacell, Gomatic, Buck, und Yaxell an und vertreibt die Produkte – zum größten Teil auf exklusiver Basis – nicht nur in der DACH-Region, sondern auch im weiteren europäischen Ausland. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Sortiments ist die Herbertz GmbH inzwischen einer der europaweit führenden Anbieter, nicht nur rund um Schneidwaren. Das Unternehmen beschäftigt am Standort Solingen rund 25 Mitarbeiter.
Was macht Herbertz als Unternehmen so besonders? Was ist der USP?
Der wesentliche USP von Herbertz ist unser über Jahrzehnte gewachsenes Distributionsnetz, einzigartig in seiner Art und eines der stärksten in der DACH-Region, wenn es um Outdoor- und Schneidwaren geht. Zweitens die über Jahre gewachsenen und gepflegten Partnerschaften mit global erfolgreichen Top-Marken wie Opinel, Thermacell und Gomatic.
Wie ist es gelungen, ein so umfangreiches Markenportfolio aufzubauen?
Herbertz ist längst mehr als ein Messerhersteller mit 150 Jahren Tradition. Heute verstehen wir uns als großer Anbieter für Outdoor- und Lifestyle-Produkte mit rund 20 Marken im
Portfolio. Das Fundament bilden zwei Komponenten: Erstens unser unvergleichlich breites Distributionsnetz mit über 3.000 aktiven Handelspartnern in 20 Ländern. Zweitens die
zuverlässige und kontinuierliche Verfügbarkeit der Produkte durch unsere eigene Lagerhaltung und den hohen Qualitätsanspruch an Lieferperformance und Customer Service. Unser Netzwerk, unsere Verlässlichkeit und Kundenorientierung sind in jedem Fall das Herzstück des Erfolgs.
Wer sind eure größten Wettbewerber, und wo grenzt ihr euch ab?
In unserer Größe gibt es keinen direkten Wettbewerber. Im Schneidwarenbereich sehen wir Traditionsmarken aus Solingen wie Böker, Wüsthof oder Zwilling als Mitbewerber. Allerdings sind diese keine Großhändler und führen auch keine Outdoor-Marken. Unser entscheidender Vorteil ist daher die Breite des Portfolios: Neben Schneidwaren bieten wir attraktive Outdoor- und Lifestyle-Produkte wie Taschenlampen, Mückenabwehrgeräte, Kühlboxen oder Trinkwaren. Ein Beispiel für eine aktuelle Ergänzung ist die Marke Beka.
Welche Markttrends beobachtest du – und wie positioniert sich Herbertz dazu?
Die großen Trends aus unserer Sicht sind Outdoor/Camping, Kochen und natürlich das Thema Nachhaltigkeit. Seit Corona verbringen Menschen deutlich mehr Zeit draußen. Viele haben ihr Verhalten verändert, statt auf ferne Kontinente zu reisen, genießen sie die Natur vermehrt in ihrer Region, entdecken die Umgebung neu oder schaffen sich beispielsweise ein Wohnmobil an. Von diesem Outdoor- und Campingtrend profitieren wir natürlich in hohem Maße. Wir profitieren auch nach wie vor von dem neuen Küchentrend, der während der Pandemie- Zeit losgetreten wurde. Die Menschen verbrachten mehr Zeit in ihren Küchen, jeder wollte sich mit hochwertigem Equipment ausstatten. Die Wertschätzung für Komfort, Funktionalität und Design von Küchengeräten ist langfristig gestiegen.Auch das Thema Nachhaltigkeit passt perfekt zu uns. Unsere Produkte sind von Natur aus langlebig und damit per se nachhaltig. Zusätzlich arbeiten wir mit Partnern zusammen, die diesem Thema einen besonders hohen Stellenwert einräumen. Ein Beispiel ist Opinel, wo konsequent darauf geachtet wird, Materialien entweder zu recyceln oder aus nachhaltigen Quellen zu beziehen. Auch Thermacell hat einen großen Schritt getan: Mit der Verwendung von Citriodiol wurde ein natürlicher Wirkstoff entwickelt, der zeigt, dass es nicht immer Chemie braucht, sondern Biowirkstoffe ebenso wirksam sind. Wir haben viele Lieferanten, die Nachhaltigkeit fest in ihrer Unternehmensphilosophie verankert haben. Zudem legen auch unsere wichtigsten Handelspartner, darunter Globetrotter, Bergfreunde sowie große Player wie Frankonia oder die Askari Angelfachmärkte, großen Wert darauf. Denn ihre Endkunden messen dem Thema mittlerweile eine deutlich höhere Bedeutung bei.
Wo liegen Chancen und Risiken für die Zukunft?
Große Chancen für uns liegen im Online- und B2C-Bereich, da wir hier noch erhebliches Wachstumspotenzial sehen. Wir sind überzeugt, dass wir einen gesunden Anteil zwischen 20 und 30 Prozent entwickeln können, und genau das ist unser Ziel. Auf dem Weg zu diesem Ziel werden insbesondere Partnerschaften und Zusammenschlüsse mit den Plattformen aus dem Portfolio unseres neuen Inhabers wie etwa den Online-Shops hood.de oder taschen24.de und das umfangreiche E Commerce-Know-How der Gruppe sehr hilfreich sein. Darüber hinaus ergeben sich auch große Chancen für uns dort, wo wir eine klare Alleinstellung haben, etwa mit Thermacell, einem nahezu konkurrenzfreien Produkt. Zusätzlich sehen wir Potenzial in speziellen Nischensegmenten, die neue Zielgruppen oder Leidenschaften bedienen. Ein Beispiel dafür ist unsere neue Marke Black Chili. Sehr spezielle Carbonstahlmesser, die besondere Pflege und Hingabe erfordern und genau dadurch ein einzigartiges Angebot darstellen.
Welche Neuerungen stehen bei Herbertz an?
Das wichtigste Projekt ist der Rebranding- und Relaunch-Prozess unserer Traditionsmarke Herbertz. Wir straffen das Sortiment, versehen alle Produkte mit unserem unverwechselbaren, leicht modernisierten Logo und überarbeiten unseren Online-Shop Herbertz.com. Zudem modernisieren wir die Herbertz-Messerkollektion im Hinblick auf Design, Funktion und Materialien – von Küchen- und Kindermessern bis hin zu Outdoor-, Jagd- und Angelmessern. Gleichzeitig achten wir darauf, unser Portfolio mit rund 20 Marken klar fokussiert zu halten.
Was bedeutet die Neuausrichtung konkret?
Im Kern heißt das 100 % Fokus auf die eigene Marken-Identität, ein Top-Marken-Portfolio und auf Qualitätsmanagement. Wir stellen Verlässlichkeit und Prozessqualität sicher, indem wir uns auf unsere Kernkompetenzen Vertrieb und Distribution konzentrieren. Viele Funktionen, wie Logistik, HR, Buchhaltung oder Teile des Marketings wickeln wir mit spezialisierten und kompetenten Partnern ab. Grundsätzlich setzen wir konsequent auf kompetente und additive Partnerschaften mit Lieferanten, funktionalen Providern und großen Handelspartnern.
Geht es mit der Eigenmesserlinie zurück zu den Wurzeln?
Ja.
Was treibt dich an? Was ist deine Vision für Herbertz?
Wir wollen unsere Tradition bewahren und die Herkunft Solingen hochhalten. Gleichzeitig wollen wir als Outdoor- und Lifestyle-Anbieter wachsen, indem wir die weiterhin großen Potenziale in der B2B-Distribution konsequent ausschöpfen und unser B2C-Geschäft deutlich erhöhen, ohne den Fokus auf unsere B2B-Partnerschaften zu verlieren. Ziel ist es, beides parallel zu entwickeln, um Umsatz und Ergebnis nachhaltig zu steigern. Mein Wunsch ist, dass Herbertz-Produkte wieder wie früher von Generation zu Generation weitergegeben werden – vom Vater oder Opa zum Kind.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.
