CamelBak ist seit Jahren eine feste Größe im Bereich der Trinksysteme. Die Podium‑Serie gilt als Standard für Radfahrer, die Wert auf gute Handhabung, saubere Verarbeitung und zuverlässige Dichtigkeit legen. Mit der Podium Chill und der Podium Insulated Steel habe ich zwei Modelle getestet, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken – und genau das macht den Vergleich spannend.
Die Kombination aus der farbenfrohen Berry (Chill) und der eleganten Mercury (Steel) hat mich optisch sofort abgeholt. Ich habe mich bewusst überraschen lassen und finde die beiden zusammen geben eine richtig gelunge Kombi ab: sportlich, modern und absolut alltagstauglich.
Facts
| Thema | Info |
|---|---|
| Material | Steel: 18/8 Edelstahl: Chill: 65 % PP-Copolymer, 15 % SEBS, 5 % HDPE, 5 % Silikon, 10 % PE-Isolierung BPA, BPS & BPF frei |
| Größen | Steel: 530ml Chill: 710ml |
| Farben | Steel: Mercury Blush Chill: Mercury Berry |
| Gewicht | Steel: 300 gr Chill: 99 gr |
| Maße | Steel: 22.4 cm x 7.5 cm x 7.5 cm Chill: 23.8 cm x 7.3 cm x 7.3 cm |
| Preis | Steel: 39,99 Chill: 22,99 |
Erster Eindruck und Verarbeitung
Podium Insulated Steel – Mercury
Die Steel wirkt sofort massiv und hochwertig. Das Gewicht ist deutlich spürbar, aber genau das vermittelt Robustheit. Der verschraubbare Deckel hat eine angenehm breite Öffnung, was das Reinigen mit einer Bürste extrem erleichtert. Das Drehventil zum Öffnen und Schließen ist clever gelöst, aber ich hoffe, dass ich es beim Radfahren offen lassen kann – denn mit einer Hand bekomme ich den Mechanismus während der Fahrt nicht so gut bedient.
Optisch ist die Steel ein echter Hingucker: schlicht, edel, modern. Die Mercury‑Farbgebung passt perfekt zu vielen Bikes und wirkt angenehm neutral.
Podium Chill – Berry
Die Chill ist farblich genau mein Ding. Das kräftige Berry wirkt frisch, sportlich und macht sofort Lust auf Sommerfahrten. Beim ersten Anfassen irritierte mich die faltige Zwischenhaut etwas – ich musste direkt an Weichmacher denken… Zum Glück gibt es innen eine härtere Kunststoffschicht, die stabil wirkt und Vertrauen schafft.
Auch hier ist die Verarbeitung sauber, die Flasche liegt gut in der Hand und lässt sich leicht zusammendrücken. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber der Steel, denn die Chill kann man regelrecht „Druckbetanken“. Die selbstdichtende Kappe mit hohem Durchfluss soll Spritzer verhindern und die Trinkmenge erhöhen – darauf war ich besonders gespannt.
Beide Flaschen wurden zuerst gründlich gereinigt, denn unkomplizierte Pflege ist mir wichtig. Danach ging es direkt raus in die Hitze.
Praxistest
Die Steel verspricht 14 Stunden Kaltleistung – das musste ich an einem heißen Sommertag natürlich sofort testen. Gefüllt mit meinem isotonischen Getränk blieb der Inhalt tatsächlich lange angenehm kühl. Die Flasche ist durch die Edelstahlwand etwas schwerer, aber dafür extrem temperaturstabil. Beim Training, besonders beim Schwimmen, ist sie ideal: Am Beckenrand wird sie nicht heiß, bleibt hygienisch und wirkt einfach robust.
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Steel verliert leider etwas Farbe am Kunststoff-Flaschenhalter. Das ist schade, da sie mit der Zeit sehr abgenutzt aussieht, ist aber für mich kein Ausschlusskriterium, da sie ansonsten hervorragend funktioniert.
Die Chill hingegen ist meine bevorzugte Flasche auf dem Rad. Die doppelwandige Konstruktion hält das Wasser deutlich länger kühl als herkömmliche Kunststoffflaschen. Ich habe sie testweise neben eine normale Flasche in die Sonne gestellt – und der Unterschied war sofort spürbar. Die Chill bleibt länger frisch, was bei langen Touren Gold wert ist.
Was ich an der Chill besonders liebe: Sie lässt sich zusammendrücken. Wenn ich außer Atem bin – und das bin ich eigentlich immer, besonders auf Etappen in den Bergen – schießt das Wasser regelrecht heraus. Das ist perfekt, wenn man schnell trinken möchte, ohne lange am Rahmen herumzufummeln. Gerade bei flotten Straßenabschnitten, wenn ich voll konzentriert bin, ist das ein echter Vorteil.
Die Steel nutze ich weiterhin gerne für isotonische Getränke oder beim Training abseits des Rads. Die Chill ist meine Wahl für pures Wasser und für jede Fahrt, bei der ich schnell und unkompliziert trinken möchte.
Beide Flaschen sind inzwischen feste Begleiter: – beim Radfahren, – beim Schwimmen, – im Alltag, – und bei warmen Sommertagen, an denen ich unbedingt kühle Getränke brauche.


































Pro/Contra
Pro
Podium Chill:
- quetschbar für schnelle Flüssigkeitsaufnahme
- Hoher Flüssigkeitsdurchfluss ohne Spritzen
- Wasser bleibt lange kühl
- Gute Passform im Flaschenhalter
- Unkomplizierte Reinigung
Podium Steel:
- extrem robust dank Edelstahl
- Breite Öffnung
- sehr Temperaturstabil
- Gute Passform im Flaschenhalter
- Unkomplizierte Reinigung
Contra:
- Posium Steel: Verkratzt an Getränkehalter
Fazit
Die Podium Chill ist für mich die perfekte Radflasche: leicht, quetschbar, hoher Durchfluss, lange Kühlleistung. Die Podium Steel ist die robuste Premium‑Variante: langlebig, temperaturstabil, ideal für Training und heiße Tage – aber etwas schwerer und weniger „einhandfreundlich“.
Gemeinsam ergänzen sie sich hervorragend.
Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.
