Stöcke Testbericht Trekkingstöcke

Komperdell Ridgehiker Cork Power Lock

Beim Wandern sind Stöcke nicht nur praktisch, sondern man benötigt auch weniger Kraftaufwand, schont die Gelenke und entlastet seine Knie.
Auch in diesem Bereich ist die Auswahl groß. Sei es vom Material her oder aber vom Verstellsystem.
Wir hatten von Komperdell die Ridgehiker Cork mit dem Powerlock 3.0 Verstellsystem im Test.

Komperdell Ridgehiker Cork Power Lock

Facts

Thema Info
Material Alu 7075-T6, 3-teilig, Ø 18/16/14 mm
Abmessungen verstellbar von 105 – 140 cm
Packmaß 66 cm
System Powerlock 3.0 Verstellsystem
Gewicht 290 g/pro Stock – nachgewogen inkl. Teller
Preis UVP: 79,95 €
HerstellerbeschreibungWo man nicht zu Fuß war, ist man nie gewesen – das gilt in besonderem Maße beim Bergwandern. Hier haben sich unsere Aluminium Stöcke bereits unzählige Male bewährt. Diese Stockserie ist robust, langlebig und kostengünstig. Heute verwenden wir für die Produktion unserer Aluminiumstöcke ausschließlich recyceltes Aluminium.

Verarbeitung

Die Stöcke aus Aluminium sind ordentlich verarbeitet, die Schnellspanner sind leichtgängig und halten gut. Der verwendete Kork für die Griffe ist angenehm anzufassen, nichts stört hier.
Vom Gesamteindruck ist die Verarbeitung als gut zu bezeichnen.

Praxistest

Die Stöcke wurden bei diversen Tageswanderungen wie z.B. Tour auf den Pfänder in Bregenz oder bei diversen Touren im Passeiertal verwendet. Die Teller wurden allerdings nicht benötigt, weshalb über diese keine Aussage getroffen werden kann. Nur so viel. Diese sind durch einen Bajonetverschluss schnell anzubringen. Aufsetzen, drehen, hält. Somit sind die Stöcke dann schnell wieder einsatzbereit.

Der Komperdell Ridgehiker ist klassisch 3-teilig aufgebaut und verfügt über ein Powerlock Verstellsystem (Schnellspannverschlüsse) wodurch die Stöcke stufenlos in der Länge von 105cm bis max. 140 cm eingestellt werden können.
Wenn man seine Stocklänge bereits kennt, ist das Einstellen ruck zuck erledigt. Ob man zuerst den unteren oder oberen Teil herauszieht ist im Grunde egal. Oben muss man lediglich auf die benötigte Länge an der Skala einstellen, unten bis zur Markierung ausziehen und dann die Schnellspanner schließen….fertig.
Die Verschlüsse liegen dann flach am Stock an, so dass man z.B. nicht mit den Hosenbeinen daran hängen bleiben und eventuell den Verschluss öffnen könnte.

Dann noch entscheiden, ob man die Griffschlaufen verwenden möchte oder nicht und schon kann es losgehen. Die Wolfram/Carbid Spitze hält auf dem Untergrund gut und sicher, so dass man allerhöchstens auf Steinen sich ein wenig Gedanken machen muss, ob die Stöcke wegrutschen oder nicht. Ansonsten kann man sich auf den Grip verlassen.
Beim Gehen werden kleinere Stöße gut vom Material geschluckt, so dass diese kaum oder gar nicht an den Händen bzw. Handgelenken ankommen. Lediglich auf Asphalt oder auf Steinen sind die Stöße beim Aufsetzen etwas spürbar aber nicht unangenehm.

Durch die langen Korkgriffe muss man sich auch keine Gedanken machen, ob und wann man die Stöcke verkürzt und wieder verlängert. Geht es nach oben, greift man einfach tiefer und bergabwärts greift man sich dann den Kork oben.
Egal an welcher Stelle man die Stöcke nun auch in der Hand hat, der Griff sitzt fest und hält den Stock sicher in der Hand.
Das Naturmaterial Kork nimmt zwar Feuchtigkeit auf, die bei schwitzigen Touren von den Händen abgegeben werden, aber die Aufnahmefähigkeit hält sich in Grenzen.
Ansonsten ist der Kork griffig, fest, aber nicht zu hart und fühlt sich angenehm warm an.

Mit einer Packmaßlänge von 66 cm gehören die Komperdell Ridgehiker nicht unbedingt zu den kürzesten Trekkingstöcken. Klar, Faltstöcke können kürzer. Dennoch kann man die Alustöcke gut am Rucksack fixieren, wenn diese mal nicht benötigt werden.
Gewichtsmäßig befinden sich die Ridgehiker mit ihren nachgewogenen 290 g pro Stock (sogar mit Teller) in guter Gesellschaft zu anderen Mitstreitern aus der Gattung der Alustöcke.

Die Handschlaufen, die bei Komperdell als „gepolsterte Komfortschlaufen“ bezeichnet werden sitzen angenehm am Handgelenk. Am Stock selber ist das Band schmal gehalten und läuft dann Breiter im Bereich des Handgelenkes weiter um keine Druckstellungen oder gar Einschnürungen zu verursachen. Die leichte Polsterung im Bereich der Handgelenke ist ausreichend, so dass hier das Schlaufenband nicht unangenehm an den Handgelenken scheuert.
Um die Schlaufenlänge zu verlängern, zieht man einfach am oberen Teil des Schlaufenbandes. Will man die Schlaufenlänge verkürzen, zieht man an dem losen Ende des Schlaufenbandes um den Sperrkeil aus dem Griff zu lösen. Dann zieht man weiter an dem losen Ende bis die gewünschte Schlaufengröße erreicht ist und zieht dann an der kompletten Schlaufe um diese zu fixieren wodurch der Keil wieder in den Griff gezogen wird. Ach ja, keine Angst, dass man den Sperrkeil verlieren kann. Es geht nicht, da dieser am anderen Ende des Schlaufenbandes befestigt ist.

Fazit

Die Komperdell Ridgehiker liegen mit ihren 79,95 € im oberen Bereich der Alustöcke, sind aber ihr Geld wert. Klar gibt es nach oben Luft, aber da kommen dann schon die Verwandten aus Carbon oder Mischmaterialien.
Alles in allem machen die Ridgehiker jedenfalls eine gute Figur und sind ein treuer Begleiter für Trekkingtouren. Stabil und zuverlässig, was will man mehr.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat. Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

Und mit welchen Stöcken bist du so in den Bergen unterwegs? Teile uns deine Erfahrungen doch einfach als Kommentar mit.


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