Foto & Video Kameras Testbericht

Sony Alpha 6000 – Die perfekte Allroundkamera für den Biker?

Handlich, kompakt, intuitiv, leicht, günstig und gut in der Bildqualität soll sie sein die optimale Kamera für den Biker auf der Tour, doch welche Kamera erfüllt diese Kriterien?
Wir hatten die Sony Alpha 6000 im Test und beantworten euch genau diese Frage!
Ist sie der perfekte Begleiter für all eure Abenteuer?
Lohnt sich die Investition?
Seit gespannt!

Die Sony Alpha 6000:

Die Sony Alpha 6000 bietet mit ihrem CMOS Sensor eine Auflösung von beachtlichen 24 Megapixeln bei einer mehr als kompakten Bauweise. Unter anderem verfügt sie über Features wie Bildübertragung via W-Lan oder NFC und einen der schnellsten Autofokusse.  Preislich beginnt sie ab 649,- Euro Uvp.

Lieferumfang:

Geliefert wird die Sony mit einem 16mm-50mm Objektiv, Ladekabel, Akku und Haltegurt. Somit stattet Sony die Alpha 6000 von Haus aus wie in dieser Klasse oft üblich aus, heraus sticht hier jedoch das 16mm-50mm Objektiv welches einen großen Brennweitenbereich (“Zoom”) abdeckt und mit 16mm sogar fast wie ein kleines Weitwinkel Objektiv wirkt, ein schöner Nebeneffekt.
Uns fehlten im Lieferumfang der Sony Aplha 6000 jedoch ein externes Ladegerät welches das separate Laden des Akkus ermöglichen würde (zb. man besitzt 2 Akkus)

Sony Alpha 6000

Sony Alpha 6000

Unser erster Eindruck:

Wenn man die Sony Alpha 6000 das erste mal in den Händen hält sticht einem sofort die tadellose Verarbeitung und Verwendung von Metallen ins Auge. Somit liegt die Sony gut in der Hand und schafft sofort einen äußerst wertigen, fast schon edlen Eindruck. Dieser Stil setzt sich auch bei kleinen Details fort wie zb. beim öffnen des Blitzes welcher einen äußerst filigranen Aufklappmechanismus besitzt.
Doch nicht nur die Verarbeitung überzeugt auf den ersten Blick, sondern auch der klappbare Bildschirm, welcher es auch in schwierigen Positionen ermöglicht zu fotografieren.
Für Anfänger bietet die Alpha 6000 ein umfangreiches Programm an Automatiken und Hilfestellungen. Somit findet man sich auch als blutiger Anfänger in der Welt der Fotografie zurecht und kann stolz erste gute Ergebnisse ohne stundenlanges einlesen in Bücher präsentieren.
Wenn wir nun ein Augenmerk auf die Bedienung und Ergonomie werfen, so überzeugt die Sony mit einer optimalen, kompakten Bauweise welche gut in der Hand liegt, darüber hinaus sind fast alle relevanten Regler schnell und einfach ohne großes verändern der Handposition zu erreichen. Lediglich der Knopf zum Ausklappen des Blitzes war für unseren Geschmack etwas deplatziert und passte somit nicht ganz in die sonst so durchdachte Anbringung der Regler und Knöpfe.
Wer schon einmal mit einer DSLR, respektive einem DSLR-Objektiv während einer Videoaufnahme gezoomt hat wird wissen das sich das meist als ein sinnloses Unterfangen entpuppen wird. Hier jedoch kann die Sony mit einer gut funktionierenden Lösung auftrumpfen. Den via Regler am Objektiv kann man auch während einer Videoaufnahme butterweich ins Bild hinein- oder hinauszoomen, da dies ein Elektromotor übernimmt.

Im Einsatz auf dem Trail:

Wer bisher nicht auf gute Fotos verzichten wollte musste wohl oder übel eine schwere, auch meist große Kamera und am besten noch 3 Objektive mit sich schleppen. Die Sony Alpha 6000 passt mit ihrer kompakten Bauweise in jeden Rucksack und stört somit während der Tour nicht mit übermäßigem Gewicht. Aber schafft es die Sony auch in Punkto Bildqualität mit den “großen” mitzuhalten?
Rein von den Technischen Daten her kann die Sony einer DSLR ohne weiteres das Wasser reichen, denn sie punktet mit einem 24,3 Mp großen CMOS-Sensor und einem atemberaubend schnellen sowie auch treffsicheren Autofokus welcher gerade bei Sportaufnahmen goldwert ist. Zusätzlich schafft es die Alpha 6000 noch Serienbilder mit 11 Bildern die Sekunde zu schießen, ein absoluter Topwert in dieser Klasse!
In Sachen Speicherbedarf bedient sich die Sony hier jedoch nicht anders als eine große DSLR dem RAW-Format (.arw) und beansprucht hier pro Bild ca. 25MB für sich und in JPEG ca. 6MB. Daher ist es zu empfehlen eine große bzw 2 große Speicherkarten zu verwenden (zb. 2x16GB).
Doch zusätzlich zu den guten Spezifikationen im Foto Bereich verfügt die Sony über einen äußerst umfangreichen Video-Modus welcher in scharfem FullHD aufnehmen kann oder es je nach Auflösung ermöglicht mit 60 fps zu filmen womit man auch unter anderem flüssige Zeitlupen erstellen kann.

Doch nun zum Praxisteil, wie verhält die Sony sich im Einsatz?

Im Einsatz auf dem Trail überzeugt sie in erster Linie duch den ultra schnelle Autofokus welcher uns gerade beim fotografieren von bewegten Motiven zugute kommt. Wer hier jedoch noch als Laie im Automatik Modus fotografiert wird schnell bemerken das die Sony bei schnellen, bewegten Motiven ihre Probleme hat.
Doch wer sich mit der Kamera eine Zeit lang beschäftigt wird sich schnell in die Materie einfinden und mit der Sony gut zurecht kommen.

Nun drängt sich hier die Frage auf, hält der Akku bei so einer leistungsstarken, kleinen Kamera überhaupt lang genug? Oder macht er nach der Hälfte der Tour schlapp?
In unserem Test bot der Akku eine mehr als gute Leistung und hielt einen normalen Tag mit Fotografieren+Videos – eine gute Leistung. Lediglich beim wieder aufladen genehmigt sich die Sony nach unserem Geschmack etwas zu viel Zeit. (wir hatten den Eindruck dies rührt vom Adapter/Ladekabel)

Die Bildqualität der Sony Alpha 6000

Nach einer gelungenen Tour  Zuhause angekommen will man natürlich voller Erwartungen die geschossenen Bilder, oder auch Videos betrachten.
Mit anderen kleinen Digitalkameras erhält man hier oft ernüchternde Ergebnisse oder verrauschte Bilder wenn die Dämmerung schon eingesetzt hat. Nicht jedoch bei der Sony Alpha 6000!
Die Bilder wirken durchgehend scharf, gespickt mit lebendigen und dennoch originalgetreuen Farben und auch das Bildrauschen hält sich bei kargen Lichtverhältnissen (wo andere Kameras schon kapitulieren) in Grenzen. Durch die immense Auflösung von 24,3 Mp ist es einem möglich, deutlich tiefer in das Bild hineinzuzoomen, ohne wie bei weniger Megapixeln, schon ein verpixeltes Bild zu erhalten. Dies ermöglicht Bildausschnitte auch auf großen Formaten (A3) ohne großen Qualitätsverlust.
Um euch einen kleinen Eindruck über die Bildqualität zu verschaffen haben wir eine kleine Galerie aus unbearbeiteten und bearbeiteten Bildern erstellt.

Die Videoqualität der Sony Alpha 6000

Ihr kennt dass bestimmt.
Man will es nicht nur bei Bildern belassen, sondern sich auch einmal an der Videofunktion versuchen, den die rasante Steilabfahrt kommt auf einem Video nochmal intensiver zum Ausdruck als auf einem einfachen Foto.
Deshalb testeten wir auch für euch die umfangreiche Videofunktion der Sony.
Das Aufnehmen mit der Alpha 6000 gestaltet sich durch die intelligente und gute Automatik als kinderleicht und die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen.
In punkto Qualität stehen sie im Verhältnis zu den Fotos sogar noch einen Tick besser da, fast auf dem Level einer DSLR (zb. Eos 600D). Lediglich bei schlechten Lichtverhältnissen sind kleine Abstriche zu verbuchen.

Handhabung und Bearbeitung von Bildern:

Wenn man sich etwas in der Materie der Fotografie zurecht gefunden hat möchte man irgendwann auch seine Bilder bearbeiten, am besten in einem RAW-Format. Wie bei fast allen gängigen großen Kameras verfügt auch die Sony über die Funktion in RAW zu fotografieren. Jedoch gestaltet sich hier das Anschauen der Bilder als etwas umständlich da Sony mit .arw Dateien arbeitet. Zum anschauen, beispielsweise in der normalen Windows-Fotoanzeige benötigt man hierzu ein Codec-Pack. In Lightroom wiederum lassen sich die Bilder wie jedes andere .raw Bild bearbeiten.
Zusätzlich verfügt die Sony über die Funktion Bilder via W-LAN oder NFC zu übertragen und sich sogar steuern zu lassen, wobei letzteres sich bei uns als etwas problematisch gestaltete.
Das Übertragen der Bilder funktioniert einwandfrei und stellt sich in verschiedensten Situationen als Vorteil heraus, denn man kann zb. Highlights schon bevor man am Rechner ist, mit Kollegen oder der Social Community via Smartphone teilen.
Doch wie oben schon genannt barg die “Fernsteuerung” via W-LAN mit dem Handy (Sony Xperia Z2) einige Probleme, die sich wie folgt darstellten.
In erster Instanz fällt die stark verzögerte und ruckelnde Bildübertragung auf und die gänzlich fehlende Möglichkeit die Kamera in diversen Parametern wie Blende oder Verschlusszeit einzustellen. Jedoch vermissten wir diese Funktion der Fernsteuerung so gut wie gar nicht. Zu erwähnen wäre, dass die Sony Alpha 6000 mit diversen Apps für Fotos usw. ausgestattet werden kann, teils kostenlos, teils kostenpflichtig.

Fazit:

Alles in allem stellt die Sony Alpha 6000 eine fast perfekte Allroundkamera für den alltäglichen Tourgebrauch dar. Sie erfüllt aber auch höhere Ansprüche außerhalb des Mtb-Bereiches und überzeugt mit modernster Technologie ala WLAN und NFC, wenn auch teilweise noch nicht ganz ausgereift.
Mit ihrem 16mm-50mm Objektiv deckt sie ein breites Spektrum an “Zoom” ab und bietet dem Nutzer mit der Videofunktion die Möglichkeit sich auch in bewegten Bildern in guter Qualität darzustellen.
Mit einem Preis von 649,- UVP ist sie im oberen Preissegment angesiedelt, dies aber zurecht. Den Qualität, Leistung und Verarbeitung stehen in einem klaren Verhältnis zum Preis.

Dieses Produkt wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt und das Fazit dieses Tests hat. Alle Praxistests auf Outdoortest.info werden gemäß dem Outdoor Blogger Codex durchgeführt und sollen dem Benutzer sowohl die positiven aber auch negativen Aspekte des Produktes aufzeigen.

3 Kommentare

  • Das Packmaß der Kamera scheint recht gut,
    allerdings bin ich nicht überzeugt von der Bildqualität, vor allem nicht bei dem Preis!
    Durchwegs scharf sind die Fotos leider nicht, auch das Rauschverhalten finde ich nicht überzeugend.
    Die low light Fotos wirken doch ganz schön matschig.
    Ein Vergleich mit der 600d finde ich etwas übertrieben, hier kann man sogar schon mit der Kitlinse bessere Ergebnisse erzielen. Interessant wäre ein Vergleich mit anderen Kompaktkameras.
    Interessant wäre auch wie der Einsatz bei Nieselregen oder Feuchtigkeit aussieht, so etwas kann ja durchaus vorkommen auf Tour?

  • Hallo,
    ja kompakt ist sie auf jedenfall! Zur Bildqualität, natürlich ist eine Menge an Bildqualität und auch Schärfe durch das Hochladen verloren gegangen, zu beachten ist hierbei auch das wir die Bilder in 1000×1000 hochladen müssen, von daher ein deutlicher Qualitätsverlust. Zum Vergleich zur 600D im Bereich der Fotos kann man sie nicht vergleichen, im Video Bereich jedoch kommt die Sony der Canon schon relativ nahe! (Besitze selbst seit 3 Jahren eine 600D). Leider hatten wir nicht die Möglichkeit die Kamera in solchen Wetterlagen zu testen.
    Grüße Max

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