Alpinhotel Berghaus und die Tuxer Alpen

Reisebericht über unseren Aufenthalt im Alpinhotel Berghaus und die Tuxer Alpen

by Marion D.
Reisebericht über unseren Aufenthalt im Alpinhotel Berghaus und die Tuxer AlpenWer sucht in unserer schnelllebigen Zeit nicht einen Ort an dem man sich von dem Stress des Alltags zurückziehen kann, um neue Energie zu tanken? Wir haben eventuell einen solchen Ort in mitten der schönen Bergwelt der Tuxer Alpen gefunden. Um euch mehr von diesem Ort zu erzählen, haben wir die Möglichkeit bekommen ein paar Tage im Alpinhotel Berghaus unterzukommen um von dort die Region erkunden zu können. Wenn ihr genauso gespannt seid wie wir, dann erfahrt ihr im Folgenden mehr darüber.

Facts

Thema Info
Adresse Alpinhotel Berghaus
Fankhauser
Madseit 711
6293 TuxTirol – Österreich
Webseite www.hotel-berghaus.at/
Zimmergrößen 20 –143 qm
Preis Ab 90 Euro p.P.
Reisebericht über unseren Aufenthalt im Alpinhotel Berghaus und die Tuxer Alpen

Anreise

Das Alpinhotel Berghaus liegt in Madseit, zwischen Tux und Hintertux, im österreichischen Bundesland Tirol. Unsere Anreise von Stuttgart aus ist trotz der Reisezeit von ca. 5 Stunden und 440 km sehr kurzweilig, da der größte Teil des Weges über die Autobahn, an München vorbei führt. Nach München geht es in Richtung Rosenheim, wo sich schon die Berge vor uns abzeichnen. Für uns ist es immer wieder ein überwältigendes Gefühl wenn wir in diese gigantische Alpenwelt abtauchen. Sofort stellt sich ein Gefühl von Entspannung ein. Von Rosenheim geht es noch ca. 1:45 Stunden weiter durch das tolle Zillertal bis wir fast am Ende des Tals auf den Hintertuxer Gletscher zufahren. Das Alpinhotel liegt am Ende des Tuxer Ortteils Madseit, umgegeben von hohen Bergen mit direktem Blick auf den Gletscher.

Hotelgeschichte

Der Ursprung des Hotels wurde 1950 durch Frank Fankhauser als kleines Einkehrhaus mit vier Gästezimmern gegründet. Seit 1961 noch als „Alte Hütte“ bekannt, entstand 2007 das Haupthaus, welchem der ursprüngliche Name nicht mehr gerecht wurde. Mit mehr Zimmern und einem hohen Standard an Service und Ausstattung entstand so das „Alpinhotel Berghaus ****“. Bis zum heutigen Tag wird das Chalethotel durch zusätzliche „Berghaus Suiten“, einem sehr großen Pool- und Wellnessbereich und den neuen „Green Living“-Apartments, welche erst im Dezember 2021 fertiggestellt wurden, stetig modernisiert. Das Hotel wird noch immer von der Familie Fankhauser geführt und die lange Tradition spürt man in vielen Details. Wie sehr sich hier Tradition und Moderne treffen werden wir noch herausfinden.

Tag 1

An der Rezeption angekommen, werden wir sehr freundlich begrüßt. Nach einem kurzen Check-in und der obligatorischen Einweisung in die Hotelgepflogenheiten können wir unser Zimmer in dem neuen „Green Living“-Apartmenthaus beziehen. „Green-Living“ steht für sehr ökologische Bauweise und Versorgung des separaten Gebäudes, welches sich auf der anderen Straßenseite des Haupthauses des Hotels befindet. Der absolute Clou ist, dass sowohl das „Green Living“-Haus, als auch das daneben befindliche „Berghaus Suites“-Haus, unterirdisch mit dem Hotel, der Tiefgarage und dem Pool- und Wellnessbereich verbunden sind. Diese unterirdischen Gänge haben ein wundervolles, modernes Licht- und Spiegelkonzept und machen den Gang zum Schwimmbad zu einem kurzen Erlebnis.
Neben dem ökologischen Gedanken steht „Green Living“ auch für die Moderne der Berge. Unser Zimmer, welches als Hotelzimmer mit ¾ Verpflegung oder als Ferienwohnung für Selbstverpfleger gebucht werden kann, fügt sich sehr stilvoll in die Landschaft ein. Die Größe und die Einrichtung sind mehr als ausreichend. Die Einrichtung ist in Naturtönen mit viel Holz- und Steinoptik gehalten. Modernes Design, das durch die vielen Holzelemente eine Wohlfühlatmosphäre schafft. Eine Küche mit allen technischen Geräten, ein Esstisch, eine Wohnzimmerecke mit Sofa und Fernseher, ein großes Schlafzimmer und ein sehr modernes Badezimmer, lassen hier keine Wünsche offen. Hier sprechen unsere Bilder mehr als Worte.

Um 18:00 Uhr begrüßt der Chef persönlich, bei einem Glas Sekt, alle Neuankömmlinge der Woche und stellt das Wochenprogramm vor. Die hoteleigenen Berg- und Bikeführer, darunter auch Thomas und Markus Fankhauser, führen die Gäste jeden Tag zu einer neuen Tour durch die Bergwelt vor der Tür des Hotels. In kleinen Broschüren sind die aktuellen Wochentouren verzeichnet und es ist für jeden Anspruch etwas dabei. Egal ob Bergneuling oder Herausforderer, jeden Morgen geht es auf die umliegenden Gipfel. Wir entschieden uns am nächsten Tag mit Thomas die mittelschwere Wanderung zu machen. Dazu genügte ein kurzer Eintrag in die Teilnehmerliste an der Rezeption, schon kann man dabei sein.

Da das Abendessen mit einem tollen Menü auf uns wartet, nehmen wir unseren Platz im Speiseraum ein. Der Blick vom Tisch aus dem Fenster lässt uns kurz den Hunger vergessen. Die Randlage in Richtung Hintertux offenbart von fast jedem Platz aus ein Panorama zum Staunen, aber auch zum Entspannen. Der Hintertuxer Gletscher und das umliegende Massiv schauen uns direkt auf den Teller und scheinen im Hotel unsere ständigen Begleiter zu sein. Mit jedem Moment in dem sich die Sonne weiter zurückzieht sieht die Bergwelt anders aus. Marion bekommt die Kamera kaum aus der Hand, da sie Angst hat das perfekte Bild zu verpassen. 🙂
Als Kulinariker freuen wir uns darauf, wenn uns das Kochen auch mal abgenommen wird. Das Menü besteht aus einer Vorspeise, einem üppigen Salatbuffet, einer Suppe, dem Hauptgericht und einer liebevoll gestalteten Süße zum Abschluss. Für jeden Gang gibt es jeweils eine vegane Alternative. Im Hauptgang kann man sich sogar noch zwischen einer Fleisch- und Fischalternative entscheiden. Ich bezweifle, dass ein Gast hier jemals hungrig auf das Zimmer ging. Sowohl geschmacklich als auch visuell, nicht nur auf Grund der faszinierenden Aussicht, kamen alle unsere Sinne voll auf ihre Kosten.
Mit vollem Bauch und einem wundervollen ersten Eindruck schlummern wir dann in den nächsten Tag.

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Tag 2

Am nächsten Morgen begrüßen wir von unserem geräumigen Balkon aus den Olperer, welcher als höchster Gipfel hinter dem Gletscher hervorschaut. Die Vorfreude auf die folgende Wandertour steigt. Auf dem Weg zu unserem Tisch mit Aussicht kommen wir an dem üppigen und gesunden Frühstücksbuffet vorbei. Hier erwartet uns alles was das Schlemmerherz begehrt, von frischem Omelette über frisch gepresstem Orangensaft, bis zu selbstgemachtem Ingwer-Möhren-Apfel-Smoothie ist alles dabei. Wir werden wieder sehr freundlich begrüßt und der Kaffee lässt nicht lange auf sich warten.

Gestärkt ziehen wir noch kurz unsere Wanderschuhe an, denn um 09:20 Uhr wartet schon Thomas Fankhauser, unser Bergführer und Herr des Hauses, vor dem Hotel, um uns die umliegenden Gipfel zu zeigen. Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, die in den Bus in Richtung Eggalm-Bahn einsteigt. Der Bus ist für Gäste des Hauses, mit dem Tux Finkenberg Ticket, kostenlos. Die nahegelegene Eggalm-Bahn (17€) bringt uns ein gutes Stück den Berg nach oben, wo unser erster Wanderabschnitt zur Grüblspitze startet. Wer lieber mit dem Bike aufsteigen will, den erwartet hier ein Bike&Hike Parkplatz an dem sich das Fahrrad mit eigenem Schloss sicher abstellen lässt. Nach einigen Höhenmetern bergauf geht es über eine Gratwanderung mit atemberaubender Aussicht zum Gipfelkreuz. Die Aussicht auf die Tuxer Voralpen, den Olperer und das massive Gletschergebiet ist auch hier wieder unser stetiger Begleiter. Die Baumgrenze zeichnet sich auf allen Bergen ab, darüber zeigt sich das graue Steinmassiv. Dieser Anblick lässt uns, trotz etlicher Bergbegegnungen, immer wieder so klein fühlen. Von der Grüblspitze aus folgen wir den Schildern in Richtung „Stoankasern“ wo wir uns stärken wollen um den letzten Gipfel in Angriff zu nehmen. Bis wir dort sind, geht es weiter an Bergblumenwiesen und Geröllhängen vorbei. Zu unserer Reisezeit zeigen die Berge sich in einem kaum vorstellbaren Grün mit vielen kleinen farbigen Blumenkleksen. Vergissmeinnicht, Enzian und Arnica ziehen immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich. Thomas als Naturkenner lässt hier keine Fragen offen. In der „Jausen“-Hütte „Stoankasern“ angekommen erfrischen wir uns erstmal mit einem kühlen Radler und einer „Käs“-Platte der hauseigenen Käserei. Lecker!
Ab hier geht es wieder steil bergauf um oben wieder mit einem grandiosen Ausblick belohnt zu werden. Mit dem Hotel als Ziel am Fuße des Berges geht es auch genauso steil wieder über Wald und Wiesen ins Tal zurück.

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Wellness/Spa

Nach einer anstrengenden Wanderung, belohnen wir uns im Wellness/Spa-Bereich des Hotels. Die Textilsauna im Garten des Hotels ist traumhaft, denn auch hier können wir durch das große Fenster neben dem Saunieren den Gletscher bestaunen. Wir erleben das Zillertal an diesem Tag bewölkt und die tiefen Wolken und Nebel lassen alles sehr mystisch wirken. Das Highlight ist die Abkühlung im Naturschwimmbad direkt neben der Sauna. Zwischen blühenden Seerosen und quakenden Fröschen schwimmen wir im schön beleuchteten Pool in der Dämmerung mit Blick auf den Gletscher. Kneift uns mal bitte einer?
Aber auch Indoor hat das Hotel einen Pool mit zahlreichen gemütlichen Liegen und Schaukelstühlen zu bieten. Aufgrund der durchgängigen Glasfront ist der Bergblick stets garantiert und die Vorfreude auf den nächsten Tag steigt. Die ganze Gestaltung hat einen unglaublichen Charme.

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Tag 3

Nach einem ausgiebigen Frühstück nehmen wir heute am Bike-Programm des Hotels teilt. Wir machen in einer Gruppe eine E-Bike-Tour mit Markus dem Junior-Chef. Die E-Bikes inklusive Helmen sind unkompliziert im Hotel auszuleihen.
Nach einer kurzen Einweisung geht es dann mit dem E-Bike los, unser Ziel ist das Tuxer Fernerhaus, direkt am Gletscher. Vom Hotel aus geht es stetig bergauf, was mit dem E-Bike gar kein Problem ist. Perfekt ist dabei, dass jeder Teilnehmer der Gruppe durch die E-Bike-Modi selber entscheiden kann, wie viel Unterstützung am Berg erwünscht ist. Klar, dass Kai versucht in Eco hochzutrippeln. Schon nach kurzer Zeit kurvigem Aufstieg ist der Ausblick ins Tal grandios. Immer höher geht es hinauf, bis man aufgrund der steinigeren, kargeren Umgebung bemerkt, dass der Gletscher nicht mehr weit sein kann. Nach schon 1:45 Std liegen 1200 Höhenmeter hinter uns und wir sind am Tuxer Fernerhaus angekommen und parken unser Rad vor Schneehaufen ab. Auf den letzten Meter muss auch Kai den Motor eine Stufe höher stellen, denn es geht am Ende ordentlich hoch und die Oberschenkel brennen. Gemeinsam mit den Skifahrern des Gletschers kehren wir auf einen leckeren Kaiserschmarrn ein. Die Temperatur ist rapide gesunken und wir ziehen die Jacken etwas enger.
So gestärkt geht es nun mit dem Bike wieder kurvig und flott bergab, begleitet vom traumhaften Panorama des wolkenbehangenen Zillertal. Mit dem stetigen Blick ins Tal bremsen wir uns durch die hängende Wolkendecke bis die Temperatur stetig steigt. Gerade rechtzeitig vor dem Regenschauer schaffen wir es zurück zum Hotel und können noch mal den Wellnessbereich in vollen Zügen genießen. Die beste Entspannung hat man einfach nach einer kleinen Anspannung.

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Fazit unseres Aufenthalts

Das Alpinhotel Berghaus ist ein Familienbetrieb bei dem wir uns vom ersten Tag wohl fühlen, denn hier wird Gastfreundschaft groß geschrieben.
Die Lage im Zillertal und der stetige Blick auf den Hintertuxer Gletscher, egal ob beim Essen, beim Wellness oder vom Apartment aus schaffen eine idyllische Atmosphäre und waren für uns Bergfans ein absolutes Highlight. Durch das hauseigene Wander- und Bikeprogramm nutzen wir die Möglichkeit uns die einzigartige Natur der Berge von Einheimischen ganz unkompliziert zeigen zu lassen. Und an Natur hat das Zillertal und die Tuxer Berge einiges zu bieten. Abgerundet wird unser Aufenthalt von einer beeindruckenden Kulinarik, die wir in vollen Zügen genießen konnten.

Berichtet uns gerne in den Kommentaren wie ihr euren Aufenthalt erlebt habt!

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