Vanlife Vanlife-Ausbau

#2 Dachluken, Fenstern und Bull(i)augen

Nachdem nun der Boden soweit vorbereitet wurde, ging es nun im nächsten Schritt an die Fenster.
Geplant war ein Aufstellfenster in der Schiebetüre sowie auf der gegenüberliegenden Seite am Tisch, aber auch zwei Bullaugen in den beiden Hecktüren.
Also, los gehts.

Thule Vent Dachluken

Bei den Dachluken habe ich mich für die Thule Vent entschieden. Der Grund hierfür war ganz einfach. Die meisten bauen ja die Midi oder Mini von Heki ein. Heki bietet aber nur an, die Dachluke in 3 Stellungen zu öffnen. Das Thule Vent hat seitlich ein Drehrad, so dass man die Luke sozuagen aufkurbelt und dadurch in allen Stellungen öffnen kann. Preislich ist der Unterschied jetzt nicht so groß.
Was auch von Vorteil ist, dass Thule noch einen entsprechenden Ventilator im Sortiment hat. Auf diesen habe ich aber aus Kostengründen bewusst verzichtet und mir daher 2 große PC Lüfter eingebaut, welche ich bei Bedarf in der Dachluke einhängen kann.

Der Einbau der Dachluken und auch der Fenster ist im Grunde nicht sonderlich schwer. Das A und O ist hierbei jedoch, sich strickt an die Maße des Herstellers zu halten. Sollte man das Loch zu groß ausschneiden hat man entweder die Möglichkeit noch ein größeres Fenster einzubauen, oder schlicht und einfach Pech gehabt.
Wichtig ist auch, dass man nach dem Aussägen auf dem Dach die Späne entfernt, da diese dann doch gerne anfangen zu rosten.
Die Kanten des ausgesägten Loches dann noch mit Hammerit oder ähnlichem behandeln um dem Rost vorzubeugen.

Beim Dach ergibt sich noch ein wenig die Problematik, dass der Ducato (und sicherlich auch andere Fahrzeuge) zur Stabilität, ein Trapezdach haben. So muss man im Grunde die “Täler” auffüllen. Von Heki gibt es für die Midi einen speziellen Einbaurahmen, welcher die Trapezform aufnimmt, beim Thule Vent gibt es das nicht (oder zumindest bei meinen Einbau war nichts verfügbar).
Daher hab ich die “Täler” mit 9mm Plexiglas ausgefüllt. Diese an den Seiten leicht schräg geschnitten und mit Sikaflex 221i aufgeklebt.
Auch auf der Innenseite am Holzrahmen wurde so verfahren.
Hat man dies dann gemacht, wir an der Dachluke großzügig Dekaseal aufgetragen und diese dann in das Loch gesetzt. Die Dachluke wird dann mit Klammern am inneren Holzrahmen verspannt.
Dann noch mit Dekaseal die komlette Dachluke auf dem Dach abdichten. Da man hier eh nicht hinsieht, kann man hier recht großzügig sein.

Innen wird dann nur noch der Rahmen mit den beiden Rollos und der Drehknauf aufgeschraubt und das war es dann auch schon.
Kein Hexenwerk das Ganze, nur sollte man immer drauf achten, dass alles schön dicht ist von außen.

#2 Dachluken, Fenstern und Bull(i)augen Bei Rudi wurden Aufstellfenster von Carbest verbaut. Diese sind vom Preis-/Leistungsverhältnis gesehen sehr gut. Reimo lässt die auch irgendwo herstellen und es würde mich nicht wundern, wenn eine bekannte Marke dahintersteckt.
Die Aufstellfenster sind mit einem Moskitonetz sowie einem Verdunkelungsrollo ausgestattet, so wie man es auch von Markenfenstern kennt.
Zunächst werden dann die Maße auf das Blech gezeichnet, bzw. die Eckpunkt. Dann sollte man zum Schutz des Lackes, großzügig um das Fenster herum abkleben um den Lack nicht zu zerkratzen.
Zum Aussägen haben wir eine handelsübliche Stichsäge genommen. Dies geht ohne Probleme und die hat im Grunde jeder daheim. Am besten hierfür ein neues Sägeblatt für Metall verwenden.
An den Ecken dann Löcher bohren, so dass das Sägeblatt reinpasst und dann vorsichtig aussägen.
Danach erst mal die Sägespäne aufsaugen. Die Sägekanten haben wir mit Hamerit behandelt, wobei bei dem dünnen Blech ist da nicht so viel zum behandeln. Daher ruhig auch ein wenig um den Ausschnitt herum einpinseln.

Da die Fenster eine gewisse Einbautiefe verlangen, wurde auf der Innenseite ein Holzrahmen angefertigt und dieser mit Sikaflex 221i verklebt und mit Spannzwingen bis zur Aushärtung fixiert.
Nun kommt es bei der weiteren Montage auf den Hersteller an. Bei Gearbest besteht das Fenster aus einem Außenrahmen mit dem Fenster, sowie dem Innenrahmen mit den beiden Rollos.

Am Außenrahmen wird zunächst eine großzügige Menge an Dekaseal außen herum aufgetragen, so dass das Fenster nachher sauber abgedichtet ist.
Dann steckt man es in die Öffnung und drückt es leicht fest. Gearbest befestigt den Außenrahmen dann mit Metalwinkeln in L-Form. Diese werden auf die vorhandenen Gewindestangen am Außenrahmen geschoben und so gedreht, dass sie auf dem Holzrahmen aufliegen. Im Anschluss daran kommen Gewindestangenverbinder drauf. Diese halten zum einen die Winkel fest und verspannen so das Fenster und zum anderen wird auf diesen Verbindern dann später der Innenrahmen verschraubt.
Simpel und einfach, da bedarf es auch keiner großen Anleitung.

#2 Dachluken, Fenstern und Bull(i)augen

Bullaugen hat nicht jeder

Nachdem ja nun im Dach und in den Seiten die Fenster drin waren, stellte sich die Frage, was kommt hinten an den Türen rein. Einfach auch nur Aufstellfenster einbauen, fand ich zu langweilig. Schließlich bin ich auf Bullaugen gestoßen, die ich sehr interessant fand.
Es sollten auf jeden Fall starre werden, das war klar. Letzendlich habe ich mich dann für diese hier entschieden Bullaugen 300mm starr.
Blöd nur, dass keinerlei Einbauanleitung den beiden Bullaugen beigelegen ist. Daher im Netz einfach mal nach Einbauanleitungen gesucht und auch gefunden. Klar, grundsätzlich ein rundes Loch aussägen, Rahmen innen dagegen und rein damit. Allerdings musste man sich am Anfang erst mal klar werden, wie der Dichtungsgummi eingesetzt wird, da dieser ein Profil mit vielen Nuten hat.
Eine gute Beschreibung, mit welcher der Einbau geklappt hat, kam von Uwe und seinem Blog.
Das Zuschneiden der Dichtung ist etwas eine Fummelarbeit und beim ersten Bullauge ist sie mir ein wenig zu kurz geraten, so dass ich hier mit Dekaseal abdichten musste. Daher sollte man die Dichtung lieber etwas länger lassen.
Ich bin beim Einsetzen der Fenster dann aber gleich anders vorgegangen, als es Uwe in seiner Anleitung beschreibt. In einem Kommentar zu der Anleitung von Oli, macht dieser es anders. Er setzt zuerst die Dichtung auf die Scheibe und drückt dann alles in das vorhandene Loch. Die Lippe auf der Innenseite wird dann mit Reifenhebern für Fahrradmäntel rausgezogen. Dass hat sehr gut funktioniert und das Bullauge war sehr schnell eingesetzt. Dann aber kommt die Kederleiste und die hat einfach nur Nerven gekostet. Pro Bullauge hab ich allein für die Kederleiste jeweils fast eine Stunde an Zeit benötigt. Allein schon bis mal der Anfang gemacht ist, furchtbar.
Ist man dann aber fertig, wird man mit einer interessanten Heckansicht belohnt, die so nicht jeder hat.

Materialliste
Bullaugen 300mm, starr
#2 Dachluken, Fenstern und Bull(i)augen
Ich möchte darauf hinweisen, dass in dem Bericht einige Links enthalten sein können.
Dies dient vor allem dazu, dass der interessierte Leser und Selbstausbauer gleich die entsprechenden Produkte bei Bedarf findet.
Links die mit einem Stern (*) markiert wurden, sind Links zu einem Partnerprogramm.
Für den Käufer ändert sich der Kaufpreis nicht, nur wird an uns eine kleine Provision ausbezahlt.
Vielen Dank schon mal vorab, dass der ein oder andere etwas über diesen Link bestellt.
#2 Dachluken, Fenstern und Bull(i)augen

2 Kommentare

  • Hallo Lefdi,

    hast du auch ein Foto wie die Winkel bei dem Carbest-Ausstellfenster plaziert werde müssen?

    Gruß Andrea

    • Hi Andrea,

      sorry, ein Bild habe ich leider nicht. Aber die Position der Winkel ergibt sich ja aus den vorgegebenen Löchern.
      Und dann kommt es drauf an, wie dick dein Einbaurahmen darunter ist. Ich musste an meinen Winkeln ein wenig absägen, damit sie gut passen.

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