Kocher Outdoorküche Testbericht

Soto Stormbreaker

Neben dem Navigator Kochset konnten wir den Multifuelkocher aus dem Hause Soto testen. Das ist quasi die Weiterentwicklung des reinen Benzinkochers Soto Muka Stove. So können wir neben Brennstoffen wie Benzin auch klassische Gaskartuschen nutzen.
Das verspricht Vielseitigkeit und Unabhängigkeit. Wir wollten wissen ob das Handling auch für Neulinge im Bereich der Multifuelkocher passt.

Soto Stormbreaker

Facts

Thema Info
Material Rostfreier Stahl, Aluminium, Kupfer
Maße Aufbaumaß: 150 × 130 × 90 mm; Packmaß: 65 × 65 × 90 mm
Gewicht Gesamt 448g, Kocher 225g, Gasventil 53g, Pumpe 170g
Ausstattung Brenner, Pumpe, Hitzereflektor, Tasche, Wartungsmaterial
Preis 229,95
HerstellerbeschreibungTrekking in the Carpathian Mountains . . . The best product you can have with you while trekking! No extreme altitudes this time, but from sunny days with flowers and gentle winds to blizzards, ice and snow all you need with you is the StromBreaker. Extremely light, very compact and it never failed to deliver outstanding performance. Winds were blowing 45 km/hr with snow; you could not even see one meter in front of your face, but we had to eat. Boiling a nice hot soup under those conditions was a matter of 3 to 4 minutes . . . It was a shocking experience! The other 3 trekkers that came with me were just as surprised as I was with the StormBreaker’s performance. I know two of them will look to buy one as soon as they get down to civilization. (George Baboi, Extreme Adventurer) The versatile, easy-to-use multi-fuel StormBreaker stove is lightweight, convenient and efficient. 43 judges from 12 countries and three continents were delighted to announce that SOTO’s StormBreaker stove was chosen as Winner in the category OUTDOOR > Hiking, Travel & Camping, at ISPO 2019. In other words, it was voted as one of the best products in this category.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Der Kocher mit umfangreichem Zubehör macht einen hochwertigen Eindruck. Das Soto Produkt wurde aus hochwertigen Materialen gefertigt. An der Verarbeitung gibt absolut nichts auszusetzen.

Praxistest

Inbetriebnahme

Der Kocher ist ruckzuck einsatzbereit. Die Brennstoffflasche wird nach dem Befüllen mit der Pumpe verschlossen. Dabei ist es wichtig den flüssigen Brennstoff nur bis zum markierten Bereich einzufüllen. Aufstellbeine auseinanderklappen, die Pumpe über den weichen Schlauch mit dem Bajonettverschluss mit dem Kocher verbinden, das war’s.
Nun wird gepumpt, bis ein roter Punkt in der Druckanzeige den optimalen Druck im inneren der Flasche anzeigt.

Start

Auch als Neuling bei Multifuelkochern findet man sich schnell zurecht. An der Pumpe findet sich ein selbsterklärendes Einstellrad. Zunächst stellen wir dieses auf „Start“ um ein zündfähiges Gemisch aus Benzin und Luft zu erhalten. In diesem Modus wird der Brenner vorgeheizt. Anschließend stellen wir das Einstellrad auf „Run“ um mit dem Kochen zu beginnen. Ein Feuerzeug entzündet am Kocher die Flamme. Vom Handling her fühlt es sich beinahe wie ein Gaskocher an.
Wenn wir fertig sind bläst der Modus „Air“ Frischluft durch die Benzinleitung und die Flamme erlischt. Mit „Stop“ wird die Pumpe geschlossen.

Brennstoffe

Als Benzinkocher verwendet, sollte er vorzugsweise mit Reinbenzin betrieben werden. Dieses bekommt man z.B. im Baumarkt oder im Outdoorfachhandel. Dieser Brennstoff ist reiner als Autobenzin und reduziert den Pflegeaufwand für den Kocher. Es könnte auch bleifreies Benzin von der Tankstelle genommen werden. Aufgrund der gesundheitsschädlichen Additive wäre das eher eine Notlösung.
Mit der entsprechenden Adaption ist eine Gaskartusche ebenfalls simpel mit dem Kocher zu verbinden.

Eindrücke

Wir haben für unseren Test unter anderem Reinbenzin verwendet. Das hat einwandfrei geklappt. Da die Flamme direkt an der Pumpe reguliert wird, gab es keine verbrannten Finger – klasse.
Die Heizleistung ist fein dosierbar. Die Flamme bleibt dabei blau und es entsteht kein Rus. Insbesondere wenn wir den Kocher bewusst dem Wind ausgesetzt hatten, zeigte er eine höhere Leistung wie der klassische Gaskocher direkt auf der Kartusche.

Das Handling mit Gas war unproblematisch. Wichtig hierbei ist die Gaskartusche beim Start normal hinzustellen und nach dem Entzünden mit Hilfe des mitgelieferten Stövchens auf den Kopf zu stellen. Das hat den Hintergrund, dass der Kocher darauf ausgelegt ist, die flüssigen Bestandteile des Brennstoffs zu verwenden. Zum Beenden des Kochvorgangs mit Gas wird schlicht zugedreht und fertig.

Soll bei der Verwendung mit der Pumpe das Brennstoffgemisch sofort unterbrochen werden ist das mit einer Art Not-Aus-Funktion („Lock“) möglich. Hier wird das Einstellrad einfach heruntergedrückt.
Wird der Bajonettverschluss nach dem Kochen gelöst, wird die Pumpe von allein abgedichtet – gut.
Der Kocher steht mit den klappbaren Beinen standsicher auf dem Untergrund. Durch die Klappfunktion bleibt ein kompaktes Packmaß gewahrt.
Alle wichtigen Informationen findet ihr zudem in der englischsprachigen und bebilderten Bedienungsanleitung, welche dem Produkt in ausgedruckter Form beiliegt.

Pro / Contra

Pro

  • Verarbeitung
  • Einfache Handhabung
  • Vielseitigkeit
  • Leistung
  • Fester Stand

Contra

  • Windschutz nicht im Lieferumfang

Fazit

Wer sich für den Soto StormBreaker Multi-Fuelkocher entscheidet, ist wahrscheinlich für nahezu jede Situation gerüstet. Je nach Verfügbarkeit oder Temperatur kann der Kocher für verschiedene Szenarien genutzt werden. Wer weiß, dass auf Roadtrips in fernen Ländern nur Benzin verfügbar sein wird, füllt seine Brennstoffflasche. Wer den Kocher mit Gas betreiben will, spart sich genau diese und nutzt die entsprechende Adaption. Wer in Schnee und Kälte unterwegs ist, wählt den Brennstoff nach der Leistung unter den erwarteten Bedingungen.
Dabei ist das Gerät tadellos verarbeitet und wartungsarm. So verwundert es auch nicht dass Soto einen ISPO Award 2019 abgeräumt hat. Wir finden zurecht, insbesondere wegen dem einfachen Handling.

[teststellung]
Soto Stormbreaker
Soto Stormbreaker

Andreas

Zuständig für die Bereiche Wandern, Training, Camping, Kajak und Skifahren

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